Basketball: 2. Bundesliga Pro B
67:68 in Bernau – die WWU Baskets verlieren mit der Schlusssirene

Münster -

Oh wie bitter. Da führen die WWU Baskets Münster nahezu die komplette Spielzeit, haben in der Schlussminute noch vier Punkte Vorsprung – um dann mit der Schlusssirene bei Lok Bernau das 67:68 zu kassieren. Es war der einzige Rückstand der Baskets in der Partie. Der aber hat Bestand und fließt in die Tabelle ein.

Samstag, 24.10.2020, 22:34 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 20:45 Uhr
Neun Punkte und starke zehn Rebounds von Marck Coffin reichten den Baskets nicht. Sie verloren 67:68 in Bernau.
Neun Punkte und starke zehn Rebounds von Marck Coffin reichten den Baskets nicht. Sie verloren 67:68 in Bernau. Foto: Jürgen Peperhowe

39 Minuten, 59 Sekunden und 90 Hundertstel hatten die WWU Baskets Münster nicht zurückgelegen, eine Zehntel fehlte zum zweiten Saisonsieg. Doch mit der allerletzten Aktion, als die Zeit schon fast abgelaufen war, tippte Nolan Adekunle den Ball beim Rebound in den Korb der Gäste und machte so den 68:67 (35:37)-Erfolg von Lok Bernau perfekt. Die Baskets waren fassungslos, dass ihnen der Sieg aus den Händen geglitten war. „Wir hatten es im Griff, waren in der letzten Minute vier Punkte vorne und geben das Spiel dann noch ab“, sagte Trainer Philipp Kappenstein enttäuscht und verärgert.

Münster präsentierte sich bei dem Kooperationspartner von Alba Berlin, bei dem der junge Leistungsträger Lorenz Brennecke ausfiel, im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Iserlohn (77:75) in vielen Bereichen verbessert. Die Defensive übte eine Menge Druck auf den Lok-Angriff aus, der kaum zu einfachen Punkten kam. Die Baskets dagegen hatten zu Beginn eine starke Quote, besonders Jan König trumpfte auf. Die ersten acht Zähler seiner Mannschaft erzielte der Kapitän, der 14 seiner insgesamt 21 Punkte im ersten Viertel (26:14) markierte.

Adam Touray vergibt

Doch Jan König und seine Teamkollegen bekamen dann im zweiten Abschnitt zu spüren, dass die Partie – wie erwartet – kein Spaziergang werden würde. Der Gast ließ einen Ticken in der Intensität nach – und Lok packte zu. Evans Rapieque und der routinierte Center Dan Oppland brachten die Brandenburger direkt vor der Pause wieder in Sichtweite, auch weil Adam Touray zwei Freiwürfe vergab.

Wie zu Spielbeginn aber waren es erneut die Westfalen, die wacher waren und besser starteten. Marck Coffin legte erst einmal vier Punkte nach, Jan König per Dreier und Malcolm Delpeche stellten schnell auf 46:37. Es blieb Münsters höchste Führung, mit 57:48 ging es in den dann dramatischen Schlussabschnitt.

Münster verlor seine klare Linie in der Offensive, lediglich vier Punkte (Jasper Günther, Thomas Reuter) glückten dem Aufstiegsanwärter bis zur 35. Minute. Bernau spürte die Verunsicherung. Erst recht, als Liam Carpenter auf 59:61 verkürzte. Wenige Momente später war die Partie nach vier Oppland-Zählern beim 63:63 erstmals seit Minute eins ausgeglichen, es wurde hektisch. Noch hatte Münster mit Günther und Coffin, der 2:54 Minuten vor dem Ende auf 67:63 stellte, zwei Antworten parat. Allein es waren die letzten.

Seine nach Opplands fünften Foul noch größeren Größenvorteile spielte der Gast nicht aus, hatte aber dank der starken Defensive durch Adam Touray die Chance zur Vorentscheidung. Der Neuzugang vergab aus der Nahdistanz, beim Fastbreak foulte Stefan Weß Loks Spielmacher Malte Delow beim Korberfolg – der Bonus-Freiwurf saß bei noch 33 Sekunden auf der Uhr. Als Jan König schließlich der Ball durch die Hände glitt, hatte Bernau tatsächlich die Trümpfe auf seiner Seite, Adekunle spielte sie mit der Schlusssirene aus. Münster war geschlagen, ja hatte sich selbst geschlagen. „Es schmerzt umso mehr, da wir viel richtig gemacht haben“, sagte Kappenstein. „Viel“ aber reichte in Bernau nicht.

Baskets-Punkte: J. König (21), Günther (10), Coffin (9), Delpeche, Touray (je 6), Weß (4), A. König, Baues (je 3), Pahnke, Reuter (je 2), Hänig (1)

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