Fußball: Kreisliga A
Die Lage im Oberhaus spitzt sich zu

Münster -

Einsam wird es an der Spitze der Fußball-Kreisligen nicht. Im Gegenteil: Der Platz an den drei Sonnen wird von Spieltag zu Spieltag umkämpfter.

Montag, 26.10.2020, 16:55 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 20:45 Uhr
Wirkungsvolle Hilfe: Christopher Hömann, der zum Bezirksliga-Kader gehört, bescherte dem SC Münster 08 II durch seinen Treffer den 1:0-Erfolg beim Tabellenführer TSV Handorf.
Wirkungsvolle Hilfe: Christopher Hömann, der zum Bezirksliga-Kader gehört, bescherte dem SC Münster 08 II durch seinen Treffer den 1:0-Erfolg beim Tabellenführer TSV Handorf. Foto: Oetz

Die Lage spitzt sich zu. Und das ist erfreulich. In allen drei Staffeln des Kreisliga-Oberhauses zeichnet sich kein Alleingang an der Spitze ab. Und das vor einigen bevorstehenden Topduellen. Vielmehr haben sich Clubs auch noch rechtzeitig in Position gebracht, die sich zunächst zurückgehalten haben.

Durch das 1:0 beim Noch-Primus TSV Handorf auch der SC Münster 08 II, der sich bis auf Rang drei vorgeschoben hat. „Ich glaube zwar nicht, dass wir auf lange Sicht die beiden führenden Teams verdrängen können. Aber wir würden uns schon gerne dort einpendeln, wo wir uns jetzt befunden“, gesteht Trainer Alexander Otte, der auch wirkungsvolle Hilfe gesteht. Neben Torschütze Christopher Hömann wirkten in Handorf auch Julius Caßel und Rüdiger Schöner mit, die dem Bezirksliga-Kader angehören.

„Wir werden prima unterstützt. Vielleicht so gut, dass wir es bis zum Winter spannend machen können“, räumt Otte ein. Denn nach dem Duell der beiden Topteams aus Handorf und Sassenberg geht es für Nullacht am übernächsten Spieltag eben nach Sassenberg. Dass Otte bei der bislang einzigen Niederlage, dem 1:3 beim aktuellen Vorletzten Everswinkel, fehlte, wurmt ihn weniger, als seinen dabei allein verantwortlichen Co-Trainer Fabian Stiller. „Er bekommt das immer wieder aufs Brot geschmiert“, grinst Otte.

Ernster ist es beim TSV geworden, der Druck hat zugenommen. Dem Duell gegen den Verfolger kommt mehr Bedeutung bei, soll nicht der Handorfer Herbst getrübt werden. Und zudem spielt ja auch Nullacht noch mit.

Nicht gespielt und doch gewonnen – nämlich eine bessere Ausgangslage – hat Wacker Mecklenbeck. Spielfrei registrierte der Zweite der A 2 den 0:1-Ausrutscher der nun punktgleichen Warendorfer SU in Ottmarsbocholt. „Ich kann nicht sagen, dass wir uns darüber ärgern“, gesteht Costa Fetsch mit einem Lächeln. Am übernächsten Spieltag ist die WSU zu Gast an der Egelshove. Ernster wird die Miene des Wacker-Coaches dann mit Blick auf die (ungewisse) Gesamtsituation: „Wer weiß, was noch passiert. Jedes einzelne Spiel war noch nie so wichtig wie jetzt.“ Schließlich könnte bei einem Abbruch die Momentaufnahme, sprich die Tabellensituation, entscheiden.

Wie in A 1 und A 2 ist auch in Staffel 3 nichts entschieden. Vielmehr nutzte Westfalia Kinderhaus II das 2:1 beim BSV Roxel II, um mit Tabellenführer FC Münster 05 gleichzuziehen (beide 19 Punkte). Niels Lauterbach sei Dank. Denn mit seinen Treffern acht und neun sorgte der Torjäger für den sechsten Saisonsieg der Westfalenliga-Zweitvertretung. Nach dem Remis bei den Nullfünfern der fünfte in Folge. Es spitzt sich eben zu.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7649498?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker