Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Die WWU Baskets wollen gegen die 49ers die richtige Antwort geben

Münster -

Die knappe, unglückliche und unnötige Niederlage in Bernau tat weh. Doch die Schmerzen haben sich verflüchtigt, die WWU Baskets Münster haben sich geschüttelt und wollen sich nun rehabilitieren. Gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf. Aber Vorsicht, die Brandenburger kommen nach einem Sieg über einen Meisterschaftsfavoriten mit Rückenwind an den Berg Fidel.

Freitag, 30.10.2020, 15:35 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 17:38 Uhr
Malcolm Delpeche will gegen Stahnsdorf kräftig zupacken und sich mit den Baskets den zweiten Saisonsieg schnappen.
Malcolm Delpeche will gegen Stahnsdorf kräftig zupacken und sich mit den Baskets den zweiten Saisonsieg schnappen. Foto: Jürgen Peperhowe

Nur gut, dass der Betrieb in der 2. Bundesliga Pro B nicht vom neuerlichen Corona-Lockdown unterbrochen wird, sondern im vorgesehenen Rhythmus weitergeht. Denn für Philipp Kappenstein, Trainer der WWU Baskets Münster, war die Zeitspanne zwischen der unnötigen 67:68-Niederlage bei Lok Bernau und dem nächsten Auftritt am Samstag (15 Uhr) gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf fast schon zu groß. „Es hat zu lange gedauert, bis wir unser nächstes Spiel absolvieren können. Am liebsten hätten wir direkt wieder gespielt“, sagt der Coach. Der Stachel saß tief nach dem Knockout in der letzten Zehntelsekunde der Partie, die Enttäuschung war riesig.

Die Wut und der Ärger, die fast gewonnene Begegnung noch aus den Händen gegeben zu haben, sind verraucht – und im Optimalfall in positive Energie umgewandelt worden. Die Trainingswoche, die Münster komplett bestritt, fand bei Kappenstein Gefallen, das Team richtete konzentriert den Fokus auf die 49ers. „Wir haben schon in Bernau ein sehr gutes erstes und drittes Viertel gespielt, nun müssen wir den nächsten Schritt machen und länger sehr gut sein. Aber ich denke, dass uns das gelingen wird. Wir finden unseren Stil, finden offensiv Lösungen“, so Kappenstein.

Wurffreudige 49ers

Die werden die Baskets auch brauchen, mit dem Gast aus Brandenburg kommt ein unangenehmes Team in die Halle Berg Fidel. Nach dem 77:88 beim Mitfavoriten Bochum überrumpelte die Truppe von Vladimir Pastushenko den Vorjahresmeister Itzehoe beim 110:101 nach Verlängerung. „Das ist ein Warnschuss, und zwar ein lauter“, sagt Kappenstein, der sich auf ein zügiges Spiel mit „schnellen Abschlüssen“ des Gegners einstellt. Zuletzt gegen Itzehoe warfen die 49ers 47 (!) Dreier, trafen davon 17. „Sie leben und sterben mit den Dreiern, sind sehr erfahren und haben wechselnde Defensiven“, analysiert der Coach, der beim Gast das Dreigestirn mit dem lettischen Aufbau Karolis Babkauskas, Topscorer Malik Toppin sowie den ehemaligen Bundesliga-Akteur Sebastian Fülle als Dreh- und Angelpunkt nennt.

Der nächste Härtetest in einer Liga, die unheimlich ausgeglichen zu sein scheint. „Wir sind hungrig, gerade nach der Buzzer-Niederlage ein Statement zu abzugeben“, sagt Münsters Neuzugang Cosmo Grühn.

Live-Stream vom Geisterspiel

Die Zuschauerzahl wird bei der Partie der WWU Baskets gegen die TKS 49ers bei null liegen. Wegen der steigenden Corona-Zahlen hatte die Stadt Münster ein Geisterspiel in der Halle Berg Fidel verordnet. Doch ganz verzichten müssen Münsters Basketball-Fans auf die Schützlinge von Trainer Philipp Kappenstein nicht, im heimischen Wohnzimmer können sie ab 14.45 Uhr den dritten Auftritt der Baskets via Live-­Stream kostenlos bei „Aisportswatch“ verfolgen. Philipp Mooser und Alexander Jakob kommentieren die Partie, an ihrer Seite wird der ehemalige Center und Co-Trainer Atilla Göknil als Experte dabei sein. Der Verein will „die Live-Übertragungen peu à peu qualitativ verbessern“, ihn dann langfristig hinter eine Bezahlschranke platzieren. Allerdings mit Ausnahmen. So bekommen etwa Dauerkarten-Inhaber oder Sponsoren freien Zugang zum Stream. „Sie haben in diesen schweren Zeiten mit ihrem Commitment ein Zeichen gesetzt, das Gold wert ist. Damit wollen wir unsere Wertschätzung dokumentieren“, sagt Münsters Manager Helge Stuckenholz, der die Fans der Baskets gerne als „sechsten Mann“ oder als „Difference Maker“ bezeichnet.   www.aisw.tv

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