Basketball: 2. Liga Pro B
Gebrauchter Samstag für die WWU Baskets in Bochum

Münster -

Schon die zweite Saison-Niederlage kassierten die WWU Baskets Münster am Samstag. Bei den VfL SparkassenStars Bochum kann man verlieren, viel mehr schmerzte beim 71:84 die Art und Weise. Gerade der Start misslang, die Fehler häuften sich. Die Aufholjagd kostete zu viel Kraft.

Sonntag, 08.11.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 09.11.2020, 14:32 Uhr
Philipp Kappenstein
Philipp Kappenstein Foto: Jürgen Peperhowe

Raus an die frische Luft. Das bunte Farbenspiel der Blätter und das Sonnenlicht machen den November erträglich. 14, 15 Grad in Münster – ein Hauch von Sommer. Philipp Kappenstein nutzte seinen freien Sonntag für einen Spaziergang mit der Familie in den Laubwäldern in der und um die Stadt. Runterkommen, abschalten nach der Niederlage im Top-Spiel am Samstagabend bei den SparkassenStars Bochum. Beim 71:84 (38:44) erlebte der Gast vor allem im Anfangsviertel ein Fiasko. Acht Ballverluste in den ersten fünf Minuten – die WWU Baskets waren verzweifelt auf der Suche nach dem Schlüssel, der die Tür zum VfL öffnet. Allein Jasper Günther verzeichnete fünf Turnover zu Beginn. Ungewohnt. „Einige Jungs hatten einen rabenschwarzen Tag.“ Kappenstein fand deutliche Worte. Und gab fairerweise zu: „Bochum ist aktuell in der Pro B das Maß der Dinge. Wir haben verdient verloren und müssen daran arbeiten, Konstanz in unsere Leistungen zu bringen.“

Analyse angekündigt

Kein niederschmetterndes Fazit – wer den Baskets-Coach kennt, der weiß, dass der Pädagoge nicht die Flinte ins Korn schmeißt. „Wir werden das Spiel unter der Woche analysieren und Schlüsse daraus ziehen. Es ist ja nicht so, dass alles schlecht war.“ Nach dem 13:28 in den ersten zehn Minuten steigerte sich Münster, holte Punkt um Punkt auf. Zur Pause trennten beide Teams nur sechs Zähler. Als die Gäste im dritten Abschnitt in den ersten drei Minuten einen Korb zuließen, defensiv erstklassig verteidigten, versagte die Offensive. „Da haben wir zu viele falsche Entscheidungen getroffen“, so Kappenstein. Im finalen Abschnitt fehlte die Kraft, das Ding vollends zu wenden. „Wir haben zu viel Energie in unsere Aufholjagd gesteckt. Am Ende waren wir platt.“ Und immerhin bis auf vier Punkte dran. 29 Ballverluste in der Statistik geben indes zu denken. Eine schlechte Freiwurfquote tat ihr Übriges. Es war ein gebrauchter Tag in der Rundsporthalle.

Zu selten auf Augenhöhe

Bochum spielte das letzte Viertel clever runter. Spätestens zwei Minuten vor Schluss entschied VfL-Topscorer Niklas Geske mit seinem Korbleger zum 80:69 das Duell zweier Teams, die sich an diesem Abend zu selten auf Augenhöhe begegneten. „Wir haben das Potenzial, Bochum wehzutun. Nur am Samstag sollte es nicht sein“, so Kappenstein. Kein Drama – die Saison ist lang.

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