Handball: Verband schafft Fakten
Staffeln und Modi auf dem Prüfstand

Münster -

Jetzt ist es amtlich: Der Handballverband Westfalen hat den Spielbetrieb für das laufende Jahr ausgesetzt. Keine Überraschung für die Trainer der heimischen Clubs. Im Gegenteil: Auch ein Neustart zu Beginn des Jahres ist alles andere als selbstverständlich

Dienstag, 17.11.2020, 16:52 Uhr
Hallensportler außen vor. Inzwischen ist wie hier bei Westfalia Kinderhaus mangels Trainingsgelegenheit auch keine Besprechung vor der Halle mehr möglich.
Hallensportler außen vor. Inzwischen ist wie hier bei Westfalia Kinderhaus mangels Trainingsgelegenheit auch keine Besprechung vor der Halle mehr möglich. Foto: Jörg Riemenschneider

Der Handballverband Westfalen hat die Initiative ergriffen und den Spielbetrieb bis Ende des Jahres ausgesetzt. Auch für den noch möglichen Fall, dass im Laufe des Dezembers ein Trainingseinstieg wieder ermöglicht wird. Was aber hat die Absage für einen Einfluss oder Folgen bei den münsterischen Handballern?

„Wir spielen nicht“, sagt Kay Sparenberg treffend wie sachlich. Was nicht wirklich neu ist. „Der Handball liegt seit sechs Wochen brach, die Vorbereitung auf die Saison ist nun für die Tonne.“ Wie gehabt setzt der Trainer des SC Münster 08 weiterhin auf das individuelle Fitnessprogramm beim Landesligisten – alleine oder zu zweit. Zudem auf die Laufeinheiten. Alles also unverändert. „

Aber Handball ohne Ball ist doof.

08-Trainer Kay Sparenberg

“, grollt der Nullacht-Trainer. Er geht davon aus, dass die Absage des Spielbetriebs mit dem Verlust der Hallenzeiten einhergehen wird. An eine Rückkehr für den Dezember glaubt er nicht.

Verständnis für Verbandsentscheidung

Selbst die Erlaubnis für die Rückkehr zu den Übungseinheiten wäre für Florian Ostendorf nicht gleichbedeutend mit der Umsetzung. „Wir würden gucken, ob wir es verantworten könnten“, sagt der Trainer von Westfalia Kinderhaus: „Wir sollten in kurzen Etappen denken.“ Für die Entscheidung des Verbandes hat er Verständnis. „Das ist gut, kommt nicht überraschend. Ich stehe voll dahinter.“ Dabei bleibt es auch beim Frauen-Oberligisten bei den verteilten Plänen für das sportliche Homeoffice der Spielerinnen sowie den zweimal wöchentlichen, virtuellen Treffen. Dabei wird durchaus auch taktisch gearbeitet. Mittels Mitschnitten von Spielen. „Aber alles nur für eine begrenzte Zeit. Es ist endlich“. Wann die Pause endet, weiß niemand.

Eike Siering, Vereinskamerad, Vorstandsmitglied und Spieler der Landesliga-Herren in Kinderhaus hält eine Rückkehr zum Spiel durchaus „erst im Frühjahr“ für denkbar.

Staffelleiter tagen

Korrektur oder Bestätigung könnte noch in dieser Woche folgen. Für Donnerstag steht eine Konferenz der Staffelleiter der Frauen-Klassen ebenso an wie zuvor für die Männer-Ligen. Wie schon im Frühjahr werden Lösungsmöglichkeiten mit den Vereinen besprochen. Geänderte Staffeln oder Spielmodi inklusive.

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