Tennis: Wintersaison
Münsters Clubs öffnen ihre Ascheplätze

Münster -

Das Wetter war zuletzt top, und Sport drinnen ist aktuell verboten. Also eine logische Sache, dass in vielen Tennisvereinen in Münster die Überlegung in die Tat umgesetzt wurden, die Sandplätze zu öffnen. Bisher mit durchschlagendem Erfolg.

Mittwoch, 18.11.2020, 12:24 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 15:08 Uhr
Schattenspiele bei tief stehender Sonne auf Asche: Einige Clubs in Münster haben ihre Draußenplätze wieder geöffnet.
Schattenspiele bei tief stehender Sonne auf Asche: Einige Clubs in Münster haben ihre Draußenplätze wieder geöffnet. Foto: imago-images

Not macht erfinderisch. Und da die Not bei den begeisterten Tennisspielern nach der neuen Corona-Schutzverordnung, die den Trainings- wie Spielbetrieb in der Halle untersagt, groß war und die milden Temperaturen es zuließen, hieß es bei einigen Clubs: zurück auf die Aschenplätze.

Der THC Münster etwa reagierte schnell und öffnete umgehend nach der behördlichen Erlaubnis, unter freiem Himmel den Filzbällen zumindest im Einzel hinterherlaufen zu dürfen, zehn seiner zwölf Plätze – und die waren vor dem Durchzug des letzten Tiefdruckgebiets regelmäßig gut frequentiert. Am vergangenen Samstag herrschte – bei Wahrung aller Abstands- und Hygieneregeln – Hochbetrieb wie sonst kurz vor dem Start der Sommersaison. Sogar zu Wartezeiten kam es.

Nicht nur am Dingbängerweg war Geduld gefragt, auch beim TC Handorf war die Nachfrage groß. Zwei Felder öffnete der Club, der diese den gesamten Winter hindurch anbieten will. „Das ist ein Test“, sagt Geschäftsführer Matthias Bomann, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Rücksprache mit dem Platzbauer gehalten hatte. Als der keine Bedenken bezüglich des Winterplans äußerte, fiel das Votum einhellig aus. „In den vergangenen Jahren war es auch im Dezember oft noch 12, 13 Grad warm, selten gab es Frost. Wir probieren es einfach mal aus und glauben, dass unsere Mitglieder so vernünftig sind, nach Frosttagen nicht auf die Plätze zu gehen“, sagt Bomann.

Keine Besonderheit in Sudmühle

Von der zu dieser Jahreszeit tiefer stehenden Sonne, etwas Laub, kühlem Wind und der früh einsetzenden Dämmerung nicht abhalten lassen sich auch die Tennisspieler der TG Münster an der Wienburg, des 1. TC Hiltrup oder des TC St. Mauritz – und auch bei der SV 91 in Sudmühle kann auf drei Courts trainiert werden. Dort allerdings ist es keine Besonderheit, zu einem solch späten Zeitpunkt im Jahr noch draußen den Schläger in die Hand zu nehmen. Schon seit längerem sind dort ein bis drei Plätze im Herbst geöffnet, sogar an Silvester stieg an der Werse schon einmal ein kleines Match zum Jahresausstand.

Spielt das Wetter mit und bleibt es einigermaßen mild und trocken, können die Tennisspieler aus der Not eine Tugend machen und dieser misslichen Situation doch noch etwas Positives abgewinnen. Und das noch an der frischen Luft.

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