Basketball: 2. Liga Pro B
Gala-Auftritt der WWU Baskets gegen Giants beginnt mit furiosem Viertel

Münster -

In der Fremde hatten die WWU Baskets Münster zuletzt immer wieder Rückschläge kassiert. Zu Hause aber bleiben sie eine Macht. Das bekam auch der bisherige Spitzenreiter ART Giants Düsseldorf zu spüren, der mit 66:92 am Berg Fidel unterging.

Sonntag, 22.11.2020, 19:21 Uhr aktualisiert: 23.11.2020, 13:24 Uhr
Verrichteten unter den Körben ganze Arbeit: Malcolm Delpeche (l.) und Adam Touray, hier resolut gegen Lennart Boner, boten eine starke Partie.
Verrichteten unter den Körben ganze Arbeit: Malcolm Delpeche (l.) und Adam Touray, hier resolut gegen Lennart Boner, boten eine starke Partie. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit einem furios gespielten ersten Viertel besorgten sich die WWU Baskets Münster in Berg Fidel vor leeren Rängen einen Riesenvorteil im Duell mit dem Spitzenreiter der Nordgruppe der 2. Bundesliga Pro B. Auch wenn die ART Giants Düsseldorf das nicht auf sich sitzen ließen, hatten die Landeshauptstädter gegen den 92:66 (45:26)-Sieger Münster nicht mehr die geeigneten Mittel parat, um die zweite Saisonniederlage abzuwenden. Die Offensivmaschine vom Rhein kam nicht zur Entfaltung.

Baskets-Coach Philipp Kappenstein war vorab angespannt und hernach angetan. „Ein Statement von uns war das! In den Spielen vorher haben wir nie 40 Minuten durchgezogen – diesmal schon, das war ein rundes Ding.“ Er werde jetzt nicht hingehen „und zu laut schreien“, aber ganz sicher ist er für die nächsten Aufgaben „guten Mutes“.

Hänig muss passen

Ohne Kai Hänig, der nach einem Corona-Fall in der Verwandtschaft zweimal negativ getestet wurde und noch eine gute Woche Quarantäne aushalten muss, ging Münster ans Werk. Der 17-jährige Aufbau Lorenz Neuhaus rückte in den Kader. Und es packte die erste Fünf der Baskets gleich direkt dermaßen energisch und geschlossen zu, dass den Rather Jungs nur das Staunen blieb. Jasper Günther, Stefan Weß, Marck Coffin sowie die beiden Großen Malcolm Delpeche und Adam Touray münzten Konzentration und Energie in etliche Ballgewinne um und eroberten die Hoheit unter den Körben. Delpeche agierte wuchtig wie hartnäckig, Touray setzte seine Qualitäten endlich über eine längere Phase ein.

Der Ball lief schneller als sonst und wurde besser platziert. 18:1 stand es, dann 27:10 nach den ersten zehn Minuten. Wenn Dreierschütze Andrius Mikutis auf dem Platz war, agierten die Baskets in einer Zonenabwehr, ansonsten direkt gegen den Mann. Für Düsseldorf wehrte sich Shawn Gulley (20 Punkte) am schnellsten und insgesamt am wirkungsvollsten. Aber Mikutis und Aufbau-Ass Dennis Mavin haderten schnell mit der Gegenwehr. Denn die blieb hoch, die Baskets lieferten weiter. Auch wenn der starke Günther die Spielmacherrolle an Oliver Pahnke abtreten musste, blieb das personelle Konstrukt bei sich selbst und fand Lösungen.

Drei Fragen an Thomas Reuter

 

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Zwar blieben die weiteren Viertel durchaus umkämpft, aber die Baskets hielten ihren Vorsprung sehr souverän. Düsseldorf verfiel phasenweise in Einzelaktionen und hievte seine Trefferquote insgesamt nicht auf das münsterische Niveau.

Denn die reduzierte Fehlpassquote der Baskets, die hoch geschraubte Anzahl an effektiven Anspielen, die verbesserte Ausbeute der Freiwurfchancen (elf von 15) und das klare Plus im Kampf um den zweiten Ball (55:39 Rebounds) waren Ausdruck einer sehr erwachsenen Vorstellung. Insgesamt gab es die wohl beste Partie in dieser Saison.

Fünf Spieler zweistellig

Fünf Spieler trafen zweistellig, mit der Spitze stand Thomas Reuter, der von den vielen schnellen Passfolgen profitierte und Platz zum Abschluss bekam. „Wir wollten Düsseldorf in jedem Viertel unter 20 Punkten halten, das haben wir ja fast geschafft“, strahlte Kappenstein. Der hatte in der Woche zuvor deutlich gemacht, unter welchen Bedingungen sich die neuen Baskets finden, und diesen Prozess als voll im Gange beschrieben. Er schwört auf seine Einheit, keine Frage. „Es muss jetzt stabilisiert werden, was wir diesmal angeboten haben“, sagte der Coach, dessen Kader alle Chancen hat, „sich in der Liga wirklich richtig einzusortieren“.

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