Fußball: Westfalenliga
Pielage verlässt Kinderhaus im Sommer, Möllers übernimmt

Münster -

Westfalia Kinderhaus bekommt im Sommer einen neuen Trainer. Marcel Pielage geht nach vier Jahren, ihn ersetzt Holger Möllers, zuletzt beim SV Herbern. Der scheidende Coach des Westfalenligisten hat noch Ziele für sein verbleibendes halbes Jahr.

Montag, 23.11.2020, 16:34 Uhr
Marcel Pielage verlässt die Westfalia im Sommer.
Marcel Pielage verlässt die Westfalia im Sommer. Foto: fotoideen.com

Seine vierte Saison an der „Hütte“ bleibt eine außerordentliche und wird womöglich mit dem halben (Spielplan-)Programm absolviert. Trainer Marcel Pielage wünscht sich die Rückkehr auf den Platz ganz besonders, denn im ersten Halbjahr 2021 geht er bei Westfalenligist Westfalia Kinderhaus auf seine Abschiedstour. Ebenso wie die Co-Trainer Gerrit Göcking und Ahmed Ali zieht der überaus erfolgreiche und anerkannte 38-Jährige aus eigenem Entschluss einen Strich unter dieses Fußballkapitel. Zum 1. Juli übernimmt der Ascheberger Holger Möllers (48) die Erste.

In einer Video-Konferenz sammelte Pielage alle Kicker zum virtuellen Treffen und erklärte seine Überlegungen. „Das war auch emotional“, sagte Pielage, der im Anschluss den Clubchef Magnus Hömberg und weitere Verantwortliche informierte. „Der Schritt fällt mir schwer, aber ich denke, etwas Neues machen zu müssen und zu wollen.“ Er habe sich kein Stück aufgerieben in der Alltagsarbeit, die ja derzeit eh kaum geleistet werden muss. „Ich mag diese Mannschaft, ich mag den Club.“

Klare Spielphilosophie

Und Westfalia mag mindestens zum ganz überwiegenden Teil den Coach und seine überzeugende Arbeit. Der in Münster lebende und als Kommissar tätige Pielage war als Kinderhauser Kicker bereits erfolgreich – als Trainer durchschlagend mit einer klaren Spielphilosophie, die auf Agieren fußt und immer offensiv aufgerichtet ist. 2018 feierte Pielage die Bezirksliga-Meisterschaft und den Aufstieg, ein Jahr später blieb der dank großer Unterstützung beachtlich besetzte Landesliga-Zweite erst in der Aufstiegsrelegation stecken, um dann in der Abbruchspielzeit als Landesliga-Erster das Aufstiegsrecht eingeräumt zu bekommen.

Nie zuvor war eine Westfalia-Mannschaft in der Westfalenliga einsortiert. Zwölf Punkte holten die Kinderhauser aus acht Spielen. Im unterbrochenen Westfalenpokal kann es in Runde zwei das Highlight gegen Preußen Münster geben, wenn die Teams die Auftakthürde überstehen. Im Sommer 2021 kann es den Trainer Pielage durchaus andernorts geben. „Ich bin nach wie vor motiviert. Eine Pause muss nicht unbedingt sein“, sagt der zweifache Vater.

Nachfolger Möllers coachte bis Mitte des Jahres den Landesligisten SV Herbern vier Serien lang und war zuvor fünf Jahre bei Bezirksligist TuS Ascheberg tätig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7691161?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker