Triathlon: Bundesliga
Schweißtreibende Alternative: Tri Finish Münster fährt digitale Meisterschaft bei „Zwift“

Münster -

Auf Initiative der Zweitligisten Tri Team Hamburg und der TG Tri Zack Rostock soll in den kommenden Monaten eine digitale Meisterschaft bei „Zwift“ stattfinden. Acht Rennen sind geplant, die im eigenen Wohnzimmer absolviert werden können.

Dienstag, 24.11.2020, 19:22 Uhr
Für Tri Finish virtuell am Start: Jan Neuhaus. Gefahren wird über die interaktive Online-Trainings- und Rennplattform
Für Tri Finish virtuell am Start: Jan Neuhaus. Gefahren wird über die interaktive Online-Trainings- und Rennplattform

Not macht erfinderisch. Speziell in Zeiten von Corona. Jan Frodeno, dreifacher Champ auf Hawaii (2015, 2016, 2019), ist das beste Beispiel. Er absolviert im Frühjahr einen Ironman in den eigenen vier Wänden für den guten Zweck. Ja, in Triathlon-Kreisen ist es inzwischen hip, sich in Ermangelung an Wettkämpfen alternative Bühnen zu suchen. Der neueste Schrei: Die beiden Bundesligen suchen ab dem 28. November in acht Rennen auf der Online-Plattform „Zwift“ ihre (Rad-)Asse. Das Tri Team Hamburg und die TG Tri Zack Rostock haben das Konzept ausgeklügelt – und holen sich exklusiv die Besten ins Boot. „Wir mussten nicht lange überlegen“, gesteht Michael Günnigmann von Tri Finish Münster. Er steckte mit Ex-Trainer Manuel Reimer und dem Sportlichen Leiter Martin Epkenhans in den vergangenen Tagen die Köpfe zusammen, um eine schlagkräftige Truppe aus dem Boden zu stampfen. Geschafft.

Topstarter sind Profi Pa­trick Dirksmeier und Jonas Hoffmann aus dem Erstligateam. Dazu gesellen sich der ehemalige Teamchef Reimer, Daniel Mehring, Sebastian „Ösi“ Czerny, Jan Neuhaus sowie die Brüder Stefan und Michael Günnigmann. Komplettiert wird die Riege mit zwei Aktiven aus der Fraktion der Langdistanz, die auf der Rennmaschine bärenstark sind: Lothar Bitz und Maximilian Behrens. Minimal besteht eine Mannschaft aus drei Athleten, die jeweils in die Wertung eingehen. Daraus speist sich zugleich die Teamwertung. Auch die besten Einzelstarter finden sich in einem Extra-Ranking wieder.

„Eine große Sache“, freut sich Michael Günnigmann auf das Event. Beruflich hatte es den ehemaligen Zweitliga-Starter in den vergangenen Jahren nach Hannover verschlagen. 2021 kehrt er zurück in die Domstadt – und will sich wieder mehr im Verein engagieren.

Die Teilnahme ist freiwillig und nicht an ein Projekt der Deutschen Triathlon-Union gekoppelt. Während Tri Finish die Einheiten nutzen will, um sich auf die kommende Saison einzustimmen, lässt der zweite Bundesligist Münsters, W+F, das Event sausen. „Das ist der Tatsache geschuldet, dass die wenigsten von uns mit Zwift und einer kompatiblen Rolle ausgerüstet sind“, sagt Luca Hagemeyer, der neue Coach der Jungs. Er hat das Amt Ende des Sommers von Pa­trick Hoffmann und Kai Hesterwerth übernommen. Was nicht heißt, dass die Tür für seine Crew gänzlich zu ist. Wer das Equipment hat, kann mitmachen. Los geht es am Samstag, am 12. Dezember folgt Teil zwei. On top halten die Veranstalter ein besonderes Bonbon bereit. Außerhalb der Serienwertung werden drei Rennen an den Weihnachtstagen gefahren.

Wer Fragen zu den virtuellen Wettkämpfen hat, richtet sie an Manuel Reimer und Michael Günnigmann unter zts-race@trifinish.eu.

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