Fußball: Rechenspiele bei Saisonabbruch
50 Prozent sind nicht für alle die Hälfte

Münster -

Wie geht es auf den Fußballplätzen weiter? Saisonfortsetzung? Saisonabbruch? Fragen über Fragen, auf die es momentan keine verlässlichen Antworten gibt. Mit einer Frage aber müssen sich die Funktionäre aber beschäftigen: Wie und ab wann wird diese Saison gewertet, sollte eine Fortführung nicht möglich sein? Nicht einfach, zumal 50 Prozent nicht unbedingt gleich 50 Prozent sind.

Mittwoch, 25.11.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 25.11.2020, 18:56 Uhr
Die Pandemie hat den Fußball-Betrieb auf Amateur-Ebene gestoppt. Dass die Saison in manchen Ligen nicht komplett zu Ende gespielt werden kann, ist wahrscheinlich.
Die Pandemie hat den Fußball-Betrieb auf Amateur-Ebene gestoppt. Dass die Saison in manchen Ligen nicht komplett zu Ende gespielt werden kann, ist wahrscheinlich. Foto: imago-images

Alle hoffen auf die Fortsetzung der Fußballspiele. Auch im Kreis Münster. Aber was, wenn eine komplette Saison undenkbar und ein vorzeitiger, kompletter Abbruch erforderlich wird? Anvisiert wurden und werden mindestens 50 Prozent der Spiele, um eine Wertung durchzuführen. Die Rede ist aber nicht von der Hälfte der Begegnungen jeder Mannschaft, sondern von 50 Prozent aller Ligaspiele. Wird dieser Wert nicht erreicht, entfällt auch die Wertung.

„Unser Plan ist, ab dem Tag X, wenn Fußball wieder möglich ist, zunächst sämtliche Nachholspiele durchzuführen. Somit sollen alle Mannschaften auf einen gemeinsamen Stand gelangen. Danach soll es Schritt für Schritt weitergehen“, sagt Norbert Krevert. So soll zunächst eine komplette Hinrunde gespielt und schließlich auch gewertet werden. „Und gerne anschließend mehr“, ergänzt der Kreisvorsitzende.

Gerecht soll es dabei zugehen. „Es soll verhindert werden, dass der Letzte bei einem Abbruch schon zweimal gegen den Tabellenführer, aber noch nicht einmal gegen einen direkten Konkurrenten angetreten ist“, erklärt Krevert.

Warten auf den Tag X

Nicht auszuschließen ist bei einem vorgezogenen Saisonabpfiff, also einem Abbruch, bei allen guten Vorsätzen und Absichten eine Ungleichheit bei den absolvierten Spielen. Schließlich sind immer Absetzungen und Ausfälle denkbar, natürlich auch witterungsbedingt. „Jeder, das ist menschlich, sucht immer irgendwo nach einem kleinen Schlupfloch. Aber wir werden genau darauf achten, die Dinge im Fall der Fälle glaubwürdig zu steuern“, verspricht der Kreisoberste.

Der 50-Jährige denkt dabei an die Beobachtung von Spielabsagen oder vorteilhaften Vorverlegungen. Optimal wäre bis dahin ein Gleichschritt von Spiel zu Spiel – wenn denn irgendwann einmal der Tag X tatsächlich gekommen ist und der Ball dann endlich wieder rollen darf.

Die Quotientenregelung

In der Satzung besagen die Regelungen für einen möglichen Abbruch der Saison 2020/21: ... Kann aufgrund der Coronavirus-Pandemie das Spieljahr nicht beendet werden, sind aber mindestens 50 Prozent der Spiele einer Gruppe durchgeführt, so entscheidet der Tabellenstand unter Anwendung einer Quotientenregelung über Meister, Auf- und Absteiger. Hierzu werden der Punkte- und Torquotient wie folgt zugrunde gelegt: 1. Erzielte Punkte geteilt durch Anzahl der gewerteten Spiele – mit drei Nachkommastellen 2. Tordifferenz geteilt durch Anzahl der gewerteten Spiele – mit drei Nachkommastellen 3. Anzahl der geschossenen Tore geteilt durch Anzahl der gewerteten Spiele – mit drei Nachkommastellen

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