Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Gastspiel bei den Sixers – WWU Baskets wollen ersten Auswärtssieg

Münster -

Dreimal haben sich die WWU Baskets Münster in dieser Saison auf Reisen begeben, dreimal kehrten sie ohne Beute zurück. Das soll und muss anders werden, wenn der Pro-B-Ligist die Spitze angreifen will. Und so lautet die am Freitag gestartete Mission ganz klar: Auswärtssieg. Doch die Aufgabe am Samstag bei den BSW Sixers hat es in sich.

Freitag, 27.11.2020, 16:46 Uhr aktualisiert: 28.11.2020, 16:18 Uhr
Ein sicheres Händchen benötigen Stefan Weß und die Baskets bei den BSW Sixers für den ersten Auswärtssieg.
Ein sicheres Händchen benötigen Stefan Weß und die Baskets bei den BSW Sixers für den ersten Auswärtssieg. Foto: Jürgen Peperhowe

UPDATE (Samstag, 16.15 Uhr): Das für heute um 18 Uhr angesetzte Spiel der WWU Baskets Münster bei den BSW Sixers in Sandersdorf fällt aus. Im Team der Gastgeber gibt es Corona-Verdachtsfälle. Das teilten die Baskets per Facebook-Nachricht mit.

Mit zwei unterschiedlichen Gesichtern präsentieren sich die WWU Baskets Münster bislang in dieser Saison. In heimischer Halle ist der Pro-B-Ligist eine Macht, weist mit den drei Siegen eine optimale Bilanz auf. Auswärts dagegen fremdelt das Team von Trainer Kappenstein noch, dreimal trat es mit leeren Händen enttäuscht die Rückreise an. Diese Serie soll nun am Samstag (18 Uhr) reißen, bei den BSW Sixers in Sandersdorf will Münster sein Heimgesicht zeigen.

Wie stark die Baskets sein können, was für ein Potenzial sie haben, war am vergangenen Sonntag zu bestaunen. In Manier einer Spitzenmannschaft schubste Münster die ART Giants Düsseldorf von Platz eins, war dabei von der ersten bis letzten Sekunde auf Top-Niveau unterwegs. Defensiv griffig und bissig, offensiv spielfreudig und zielsicher. Ein wichtiges Statement zur richtigen Zeit, das es nun zu bestätigen gilt. „Für uns geht es nun darum, unsere Leistung zu stabilisieren und ein zweites gutes Spiel in Folge hinzulegen“, sagt Trainer Philipp Kappenstein. Mit einem Erfolg könnten die Westfalen den Anschluss an das Top-Duo Bochum und Düsseldorf halten und die Sixers (2:3) weiter hinter sich lassen.

Heimstarke Sixers

Eine unangenehme Aufgabe, der sich die Münsteraner stellen müssen. Sie spielen nicht nur gegen die eigene Auswärtsschwäche, sondern auch gegen die Heimstärke der Sachsen-Anhaltiner, die ihre beiden Partien in der Ballsporthalle zu Sandersdorf gewannen und auch in der Hauptrunde der Vorsaison nur viermal verloren. Unter anderem aber gegen die Baskets, die sich am Freitag mit dem fast kompletten Kader (einzig Kai Hänig fehlt) auf die gut 440 Kilometer lange Reise machten – guten Mutes, aber mit dem Wissen, dass ein „hartes Stück Arbeit“ (Kappenstein) auf sie wartet. „Die Sixers sind eine defensivstarke Mannschaft, die viel ihre Verteidigung wechselt, auch mal mit einem ungewohnten 1-3-1 spielt“, sagt der Coach, der beim Gegner eine gute personelle Mischung sieht. So bringen der 36 Jahre alte serbische Center Djordje Pantelic – er spielte von 2012 bis 2018 für den Mitteldeutschen BC in der Bundesliga – und Aufbau Luka Petkovic (32) eine Menge Erfahrung mit, Topscorer Vincent Friederici, Robin Danes (beide 19) oder Lucien Schmikale (23) sorgen für jugendliche Unbekümmertheit gepaart mit viel Qualität.

Gestiegenes Selbstvertrauen

Die haben auch die Baskets in ihren Reihen, einzig auswärts haben sie diese noch nicht über die kompletten 40 Minuten gezeigt. Im Training merkte man dem Team das gestiegene Selbstbewusstsein an, das Vertrauen in die eigene Stärke ist spürbar gewachsen. Die Zeit ist reif für den ersten Erfolg in der Fremde. Dafür aber müssen die Münsteraner ihr Heimgesicht aufsetzen.

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