Fußball: Regionalliga West
Preußen trotz langer Überzahl nur 0:0 gegen Wegberg-Beeck

Münster -

Die Antwort auf die Niederlage in Köln blieb aus. Erstmals gewann Preußen Münster ein Heimspiel in dieser Saison nicht. Trotz mehr als 55 Minuten Überzahl langte es nur zu einem 0:0 gegen den FC Wegberg-Beeck, der clever die Zeit runterspielte.

Samstag, 28.11.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 28.11.2020, 17:49 Uhr
Fußball: Regionalliga West: Preußen trotz langer Überzahl nur 0:0 gegen Wegberg-Beeck
Enttäuschte Preußen-Gesichter nach Spielschluss. Foto: Jürgen Peperhowe

Keine Ausrede, dieser Auftritt des SC Preußen war schwach, sehr schwach. 0:0 gegen den FC Wegberg-Beeck – damit konnte niemand zufrieden sein. Vor allem, weil die Gäste schon in der ersten Hälfte in Unterzahl gerierten. Nach sechs Heimsiegen blieb Münster erstmals nur Frust. Ein sicheres Tor vereitelte eine Notbremse von Torwart Denis Jansen, ein Elfmeter blieb den Hausherren auch verwehrt. Doch am Ende waren sie selbst die Schuldigen für dieses Remis.

Das sah auch Trainer Sascha Hildmann so: „Wir haben uns das selbst zuzuschreiben. Möglichkeiten gab es genug. Aber wir haben die Geschenke nicht angenommen.“ Sein Kapitän Julian Schauerte brachte es auf den Punkt: „Zu wenig Ideen, zu wenig aus den Chancen gemacht, zu wenig Durchschlagskraft“, sagte der 32-Jährige. „Vielleicht haben wir gedacht, dass wir gegen zehn Mann schon irgendwie unser Tor machen.“

Mit Jules Schwadorf (erstmals seit dem 3. Oktober von Anfang an) für Osman Atilgan und Gianluca Przondziono als Sechser für Naod Mekonnen begannen die Hausherren. Das System sah damit nach drei Wochen wieder ein 4-2-3-1 mit Nicolai Remberg als einziger Spitze und Schwadorf dahinter vor.

Auffällig viele Abseitspfiffe

Der Gast versteckte sich keineswegs, griff früh an und suchte auch selbst die Initiative. Spielfluss kam in der Anfangsphase aber auf beiden Seiten nicht auf. Auffällig war die Vielzahl an Abseitspfiffen. Ob das an den aufmerksamen Abwehrreihen, unpräzisen Pässen, zu forschen Stürmern oder doch am nervösen Arm der Assistenten lag, sei mal dahingestellt.

18. Spieltag, Saison 2020/21: Preußen Münster – FC Wegberg-Beeck

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  • Nach 36 Minuten: Gästetorwart Denis Jansen foult Münsters Joel Grodowski ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... und sieht von Schiedsrichter Leonidas Exuzidis die Rote Karte.

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  • Jules Schwadorf lässt sich von zwei Gegenspielern nicht beirren.

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  • Action im Strafraum des FC Wegberg-Beeck.

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  • Nicolai Remberg versucht, sich durchzusetzen.

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  • Joel Grodowski, bedrängt von Manuel Kabambi und Yannik Leersmacher.

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  • Okan Erdogan im Duell mit Shpend Hasani.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Fotos von der Partie im Preußenstadion.

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Chancen gab es kaum. Kopfbälle von Remberg (2.) und Joel Grodowski (20.) verfehlten ihr Ziel deutlich. Dann aber gewann Przondziono den Ball am Mittelkreis, machte das Spiel über Schwadorf schnell, doch der versuchte den Tunnel statt quer auf Remberg zu legen. Keeper Jansen konnte retten (22.). Es blieb eine zähe Angelegenheit bei erstmals winterlichen Bedingungen. Przondziono kam nach einer Schauerte-Hereingabe zum Abschluss (34.), doch das letzte Risiko scheute der SCP gegen die höher als die meisten anderen Gegner im Preußenstadion verteidigenden Wegberger.

Rot für Gäste-Keeper Jansen

Alles schien beim gemächlichen Gang zu bleiben. Dann jedoch ließ Remberg einen Heidemann-Steilpass durchrutschen, Innenverteidiger Nils Hühne war davon irritiert, trat auch an der Kugel vorbei, sodass Grodowski plötzlich vollkommen freie Bahn hatte. Er ließ Jansen aussteigen, doch der fuhr noch schnell den Fuß aus und brachte den Angreifer zu Fall. Die klarste aller Roter Karten (36.). Eric Wille ersetzte den Schlussmann im Kasten, Meik Kühnel musste weichen. Da das Foul außerhalb des Sechzehners stattfand und der Freistoßtrick von Alexander Langlitz und Schwadorf nicht funktionierte, blieb es beim 0:0.

Wille wackelte nach wenigen Minuten schon, doch Schwadorf nutzte den Abspielfehler im Sechzehner nicht (42.). Der Neuling rettete sich in Unterzahl und natürlich jetzt tiefer formiert mit dem Remis in die Pause.

Kein Durchkommen, keine Idee

Nach dem Wechsel kam Justin Möbius für Dominik Klann, mehr Offensive also für die Jagd auf die Führung. Doch es war kein Durchkommen, keine zündende Idee zu notieren. Stattdessen hätte es beinahe hinten eingeschlagen, als nach einer Flanke von Tom Meurer der sehr präsente Marvin Brauweiler per Kopf nur knapp das Tor verpasste (55.). Wenig später schoss sein Kollege Norman Post die Kugel ans Außennetz (58.). Pech hatte der SCP, als Referee Leonidas Exuzidis ein Foul von Shpend Hasani an Przondziono, das klar im Strafraum stattfand, nach außerhalb verlegte (60.).

Heimsieg-Serie endet

Die erste kleine Gelegenheit nach dem Wechsel hatte Langlitz mit einem Kopfball nach Schauertes Flanke (67.). In der gleichen Minute verzog Przondziono nach Schwadorfs Hereingabe. Schwung kam in einer Phase, in der die Preußen zu verzweifeln drohten, vor allem mit Zahn, der sehr gut anspielbar war. Er bereitete auch eine sehr gute Kopfball-Chance von Schwadorf vor, da fehlten nur wenige Zentimeter (72.). Na klar, das wurde ein Anrennen auf ein Tor. Doch im Grunde hatte Wegberg-Beeck mit einer disziplinierten Abwehrvorstellung leichtes Spiel. Trotz Unterzahl. Nicht mal allzu viele Standards waren den Münsteranern gestattet. Ein Freistoß von Schwadorf brachte die letzte Möglichkeit, der gerade eingewechselte Lukas Frenkert scheiterte per Kopf an Wille (87.). So endete die Serie von sechs Heimsiegen. Und mit ihr jegliche Ambition, um Platz eins mitzuspielen.

Schwadorf, der zwei dicke Gelegenheiten liegengelassen hatte, meinte ehrlich: „Zum Teil habe ich die zwei Punkte verloren.“ Dass er einer der Aktivposten war, brachte ihm mildernde Umstände. „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Aber irgendwie muss der Ball auch mal rein.“ Damit wäre auch alles gesagt.

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Erdogan, Heidemann (81. Frenkert) – Przondziono, Klann (46. Möbius) – Langlitz, Schwadorf, Grodowski (63. Atilgan) – Remberg (63. Zahn)

FC: Jansen – Leersmacher, Hühne, Wilms, Meurer – Brauweiler, Mandt (87. Filipovic) – Kabambi (90.+4 Asani), Kühnel (38. Wille), Post – Hasani (88. Skraparas)

Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel)

Tore: Fehlanzeige

Gelb: Scherder, Schwadorf, Frenkert / Leersmacher, Skraparas

Rot: Jansen (36.)

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