Volleyball: Bundesliga Frauen
Beim USC herrscht die große Ratlosigkeit

Münster -

Wieder nichts, 2:3 gegen Nawaro Straubing. Der USC Münster gerät immer tiefer in die Krise. Was die Sache noch schlimmer machte: Rundherum herrscht eine große Ratlosigkeit. Das Training mag gut sein, in der Liga kommt davon wenig an.

Sonntag, 29.11.2020, 21:23 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 15:41 Uhr
Enttäuschung im Doppelpack: Kapitänin Barbara Wezorke und Trainerin Lisa Thomsen nach dem 2:3 gegen Straubing.
Enttäuschung im Doppelpack: Kapitänin Barbara Wezorke und Trainerin Lisa Thomsen nach dem 2:3 gegen Straubing. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Worte von Barbara Wezorke waren offen und schonungslos. „Ich weiß nicht, was wir noch tun können. Ich bin ratlos und wünschte, ich wüsste, was nun zu machen ist“, sagte die Spielführerin des USC Münster, der nach dem Auftaktsieg gegen den VC Wiesbaden (3:2) schon zum siebten Mal in Serie verloren hatte. Diesmal im Tiebreak gegen den Tabellennachbarn Nawaro Straubing.

Aus der handfesten Krise ist eine schwere geworden, die Negativspirale dreht sich immer weiter – und immer schneller. Wird es eng, gerät Münster in Probleme, Zutrauen in das eigene Können, Entschlossenheit und Mut fehlen. Wie in den ersten beiden Sätzen, in denen die Unabhängigen bis zur Schlussphase führten, ehe sie einknickten.

„Wir waren nicht aggressiv genug, die Intensität stimmte nicht. Wir haben Straubing zu einfach punkten lassen“, sagte Trainerin Lisa Thomsen, die in den ersten Abschnitten eine zu schwache Block-Feld-Abwehr gesehen hatte. „In diesem Element haben wir die Sätze verloren. Nur unsere hohe Quote im Side-Out hat uns im Spiel gehalten“, meinte die nun in den Mutterschutz gehende 35-Jährige.

Rückfall im Tiebreak

Erst als der USC mit dem Rücken zur Wand stand und der Druck, in diesem Kellerduell bestehen zu müssen, sich bei dem klaren Rückstand in eine Alles-oder-nichts-Mentalität gedreht hatte, blitzte das Potenzial, das Thomsen ihrer Mannschaft in den Übungseinheiten bescheinigt, auf. „So wie wir im vierten Satz gespielt haben, trainieren wir“, erklärte sie. In den Tierbreak konnten es ihre Schützlinge nicht transportieren, zu bleiern lastete das Gefühl der möglichen Niederlage auf den USC-Schultern. „Es fühlt sich an, als ob wir mit angezogener Handbremse spielen“, sagten Wezorke und Thomsen unabhängig voneinander. Diese gilt es zu lösen. Wie? Das ist die Frage, die es in Zeiten der großen Ratlosigkeit zu beantworten gilt.

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