Beachvolleyball
Version Behrens/Ittlinger 2.0 beginnt am Donnerstag voller Optimismus

Münster -

Es war die Beachvolleyball-Meldung der vergangenen Woche: Kim Behrens, amtierende Vizeeuropameisterin, und Sandra Ittlinger, derzeitige Deutsche Meisterin, bilden in der kommenden Saison ein Team. Zum zweiten Mal nach den beiden Jahren 2017 und 2018. „Eine Wunschpartnerin“ für Behrens, die aber auch mit einer Olympiasiegerin in Kontakt stand.

Mittwoch, 02.12.2020, 20:44 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 20:50 Uhr
Komm’ her, lass dich knutschen: Sandra Ittlinger (r.) und Kim Behrens gehen künftig wieder als Beach-Duo in den Sand.
Komm’ her, lass dich knutschen: Sandra Ittlinger (r.) und Kim Behrens gehen künftig wieder als Beach-Duo in den Sand. Foto: imago-images

Kim Behrens hat in Sachen Partnersuche bereits eine gewisse Routine. Schon 2016 (Nadja Glenzke), dann Anfang 2019 (Sandra Ittlinger) und im vergangenen Herbst (Cinja Tillmann) trennten sich die jeweiligen Partnerinnen aus verschiedenen Gründen von der Beachvolleyballerin. Doch von dem Arbeitstitel „Behrens allein zu Haus“ ließ sich die 28-Jährige auch diesmal nicht verrückt machen, sie setzte auf den guten Ruf, den sie sich in den vergangenen Jahren in der Szene erarbeitet hat. Mit Recht, wie sich nun zeigte: Die gebürtige Bremerin, die mit 15 Jahren ins Sportinternat Münster zog und für den USC spielte, tritt in Zukunft wieder mit Ittlinger an – ihres Zeichen Deutsche Meisterin 2020.

„Ich habe mir eine ganz gute Position verschafft, habe gut performt“, sagt Behrens, die mit Tillmann zweimal DM-Bronze (2019, 2020) sowie „als krönenden Abschluss“ der gemeinsamen Zeit EM-Silber im lettischen Jurmala gewann. Erfolge, die bei der Partnersuche sicher halfen. Dabei ergriff die Polizeikommissarin, die derzeit Dienst in Stuttgart schiebt, die Initiative, brachte sich getreu dem Motto „Hey, ich bin noch da“ ins Gespräch.

„Es gingen ja wilde Gerüchte um, dass ich meine Zelte im Sport abbreche. Aber das war völliger Quatsch“, sagt Behrens, die auch mit Olympiasiegerin Kira Walkenhorst in Kontakt stand. Doch die 30-Jährige ist sich ob ihrer sportlichen Zukunft noch nicht ganz im Klaren und scheint erst einmal nur nationale Turniere in Betracht zu ziehen. „Deswegen war Sandra meine Wunschpartnerin.“

Ittlinger: „Herrscht großes Vertrauen“

So ist also nun die Wiedervereinigung mit Blockerin Ittlinger perfekt, Altlasten nach der Trennung vor knapp zwei Jahren gibt es keine. „Zwischen uns herrscht großes Vertrauen“, sagt Ittlinger. Nicht nur das gemeinsame Fernziel, sich 2024 den Traum von Olympia zu erfüllen, eint das Duo, das derzeit keinen Nationalteam-Status hat. In ihrer ersten gemeinsamen Zeit etablierten sich die beiden als 13. der Weltrangliste auf internationalem Top-Level, zeigten als DM-Zweite ihre Hartnäckigkeit gegen die starke nationale Konkurrenz.

Erstes Brainstorming in Stuttgart

Am Donnerstag startet das neu aufgelegte Projekt, dann reist Wahl-Berlinerin Ittlinger für einige Tage nach Stuttgart zu einem ersten Brainstorming. „Wir wollen uns austauschen, was wir in den letzten beiden Jahren erlebt und wie wir uns entwickelt haben. Wir wollen abstecken, was unsere Idee sein soll“, erklärt Behrens, die mit der gebürtigen Münchenerin zudem „optimale Bedingungen“ für eine erfolgreiche Zukunft ausklügeln will. Da die Vize-Europameisterin in den Niederlanden ihre Heimat gefunden hat, scheint die Basis für das Training in Den Haag zu liegen, auch wenn hier wie in der Frage nach dem künftigen Balltrainer das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. „Wir sind noch in der Findungsphase“, so Behrens. Fest steht, dass der erfahrene Coach Hans Voigt dem Team beratend zur Seite steht, seine Hilfe punktuell einfließen lässt. „Wir haben viel Bock darauf, gemeinsam wieder zur Weltspitze aufzuschließen“, meint Ittlinger. Es kann also losgehen mit der Version Behrens/Ittlinger 2.0.

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