Reiten: DM in Riesenbeck
Philipp Schulze Topphoff erfüllt sein „hochgegriffenes Ziel“

Münster -

Die Gedanken, bei seiner DM-Premiere gleich eine Medaille mit ins heimische Havixbeck zu nehmen, waren vor dem Finale nicht so ganz zu verdrängen. Von Platz drei aus ging Philipp Schulze Topphoff in den entscheidenden Umlauf, am Ende und nach zwei Abwürfen wurde der Springreiter des RV Roxel dann Achter. Ein mehr als respektables Ergebnis, mit dem er sein Ziel erfüllt hat.

Montag, 07.12.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 17:45 Uhr
Philipp Schulze Topphoff und Concordess, hier gemeinsam in Braunschweig im Parcours, behaupteten sich bei der DM im Kreise der nationalen Elite.
Philipp Schulze Topphoff und Concordess, hier gemeinsam in Braunschweig im Parcours, behaupteten sich bei der DM im Kreise der nationalen Elite. Foto: imago-images

Die Enttäuschung, sie war auch 24 Stunden später noch nicht so ganz verdrängt. „Das war schon ärgerlich, ist aber nicht zu ändern“, sagte Philipp Schulze Topphoff. Gemeint waren seine beiden Abwürfe im Finale der Deutschen Meisterschaften, in das er auf Platz drei liegend mit Medaillenhoffnungen gegangen war. „Da macht man sich vorher schon seine Gedanken“, meint der 22-jährige Springreiter vom RV Roxel, der aber letztlich ein zufriedenes Fazit nach seiner DM-Premiere in Riesenbeck zog. „Mein Ziel, und das war schon hochgegriffen, war überhaupt in das Finale zu kommen. Das ist mir gelungen.“

Und wie. Mit seiner Erfolgsstute Concordess, mit der er im Sommer 2019 den Titel bei den U-21-Europameisterschaften gewonnen hatte, hatte er in den beiden Qualifikationsprüfungen jeweils eine Runde vom Feinsten gedreht. „Sie ist toll gesprungen und hat sich super präsentiert“, lobt Schulze Topphoff seine zehnjährige Stute, mit der er sich im erlauchten Kreis der nationalen Elite um den neuen deutschen Meister Philipp Weishaupt, den zweitplatzierten Maurice Tebbel oder die hochdekorierten Top-Reiter wie Marcus Ehning, Christian Ahlmann oder Daniel Deußer behauptete.

Achter hinter Gerrit Nieberg

 Das Duo bestätigte damit einmal mehr seine Ergebnisse der vergangenen Monate – gemeinsam debütierte es im August für Deutschland im Nationenpreis (Platz vier im norwegischen Drammen), gewann wenig später den Großen Preis von Paderborn. „Wir hatten in diesem Jahr wegen Corona leider nicht so viele Möglichkeiten, es unter Beweis zu stellen. Aber sie hat es wieder echt gut gemacht“, erklärt Schulze Topphoff, der trotz der beiden Abwürfe im Finale noch Achter – direkt hinter Gerrit Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck) mit Ben – wurde. Ein Ergebnis, das er vor der DM sicher unterschrieben hätte.

Pause für Concordess

Concordess bekommt nun eine verdiente und wohl längere Pause, auch wegen der zahlreichen coronabedingten Turnierabsagen während der Hallensaison. „Wir haben beschlossen, es mit ihr nun ruhiger angehen zu lassen. Richtig planen, was kommen wird, kann man derzeit ja nicht“, so Schulze Topphoff.

Er selber wird sich dagegen noch nicht in die Weihnachtsferien begeben, übernächstes Wochenende steht noch die Veranstaltung in Warstein samt des Großen Preises, einem Drei-Sterne-Springen, an. Ein Fall für Clemens de la Lande, der auf Dauer Concordess bei den großen Aufgaben unterstützen soll. „Absolut überzeugt“ ist der Havixbecker von dem achtjährigen Wallach, der sich schon im Vorjahr auf der Youngster-Tour bewährt hat. Und mit Mahony mischt ja noch ein Siebenjähriger perspektivisch mit, in Riesenbeck ließ der Wallach in der Nachwuchs-Tour aufhorchen. Drei Nullrunden bedeuteten drei Top-Ten-Ränge – ein starker Auftritt, der trotz der verpassten DM-Medaille zum positiven Rückblick beitrug. „Das Turnier war super organisiert und die Bedingungen waren top. Dazu war der Sport sehr hochklassig.“ Und daran hatte auch DM-Debütant Schulze Topphoff seinen Anteil.

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