Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets vor kniffliger Aufgabe beim Schlusslicht Wedel

Münster -

Die WWU Baskets stehen vor einer kniffligen Aufgabe: Zwar ist der SC Rist Wedel derzeit das Schlusslicht der 2. Bundesliga Pro B, Qualität aber haben die Nordlichter bei voll besetztem Kader reichlich – und da Münsters Coach Philipp Kappenstein einen Tag vor dem heiligen Abend mit einer top-aufgestellten SC-Truppe rechnet, sind die auswärts noch nicht konstant starken Westfalen nur auf dem Papier Favorit.

Dienstag, 22.12.2020, 16:45 Uhr
Wollen den Höhenflug in Wedel fortsetzen: Oliver Pahnke und die WWU Baskets
Wollen den Höhenflug in Wedel fortsetzen: Oliver Pahnke und die WWU Baskets Foto: Jürgen Peperhowe

Ob die Düsseldorfer, Schwelmer oder Kölner – sie alle haben vor den Topspielen bei den WWU Baskets Münster galant die Favoritenrolle beiseite geschoben, obwohl sie jeweils besser platziert waren als das Team von Trainer Philipp Kappenstein. Seine Mannschaft hat das wenig geschert und den ihr zugewiesenen Part mit drei beeindruckenden Siegen erfolgreich gespielt. Und blickt man vor dem letzten Auftritt des Jahres am Mittwoch (19 Uhr) beim SC Rist Wedel auf die Tabelle, scheint auch diesmal die Rollenverteilung klar: Hier der Gast aus Westfalen, der Tabellenzweiter ist – dort der Hausherr aus dem hohen Norden, der mit nur zwei Erfolgen aus neun Partien Schlusslicht ist. Doch Vorsicht, ganz so einfach ist es nicht.

Haymond als starke Nachverpflichtung

Wedel kam zu Saisonbeginn nur schwer in die Gänge, hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. So fällt etwa Center Hendrik Drescher mit einem Kreuzbandriss aus. Doch personell hat sich eine Menge getan beim SC, den Kappenstein hoch handelt. „Ich schätze die Rister deutlich besser als ihren Tabellenplatz ein. Das ist schon ein sehr gutes, sehr talentiertes Team, wenn sie alle an Bord haben.“ Was am Mittwoch durchaus der Fall sein kann.

Justus Hollatz, der seit dieser Saison fester Bestandteil im Bundesliga-Kader des Kooperationspartners Hamburg Towers, könnte wie die beiden weiteren Doppelspielrechtler Osaro Jürgen Rich Igbineweka und Samuel Schmedes gegen Münster auflaufen. „Mit ihnen wären sie sicher deutlich stärker und eine ganz andere Mannschaft“, weiß Kappenstein, der zudem den nachverpflichteten Tucker Haymond im Auge hat. Der Amerikaner fügte sich mit 26,4 Punkten im Schnitt in seinen ersten drei Einsätzen prächtig bei den Ristern ein.

Kappenstein: „Sieg wäre ein Riesenschritt“

Münster ist also gewarnt, zumal Wedels Heimbilanz (2:2) ausgeglichen ist. Auswärts drückt der Schuh – ein Gefühl, das die Baskets nach den drei Startniederlagen in der Fremde kennen, das sie aber zuletzt mit dem 102:75-Erfolg beim ETV Hamburg vergessen lassen konnten. Vier Partien am Stück gewann der Tabellenzweite zuletzt, die Serie hat die Brust breiter werden lassen. „Wir haben aktuell viel Selbstvertrauen, spielen auch wirklich auf einem guten Niveau. Aber wir müssen uns auswärts weiter stabilisieren, da die Leistung abrufen und das bestätigen, was wir zu Hause abliefern. „Es wäre ein Riesenschritt, in Wedel zu gewinnen, es ist eine Riesenchance, uns weiterhin auf den vorderen Plätzen zu etablieren.“ Und einen positiven Nebeneffekt hätte der siebte Saisonsieg für die Mannschaft auch noch. Im Erfolgsfall gibt es einen Tag länger frei, erst am 29. Dezember würde es ein Wiedersehen geben.

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