Volleyball: Bundesliga Frauen
Für den USC Münster darf es in Wiesbaden gern ein bisschen mehr sein

Münster -

Die Weihnachtswoche ist für den USC Münster in diesem Jahr fast eine fast normale Arbeitswoche. Frei gibt es nur von Mittwochmittag bis Freitagmorgen über den heiligen Abend, danach beginnt direkt die finale Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel beim VC Wiesbaden am Sonntag. Und das hat zumindest wegweisenden Charakter im Kampf um die Playoff-Plätze.

Freitag, 25.12.2020, 18:41 Uhr aktualisiert: 26.12.2020, 15:58 Uhr
Das Fest verbringen Sarah van Aalen (l.) und Demi Korevaar in den Niederlanden – danach wollen sie mit dem USC in Wiesbaden zum Rückrunden-Auftakt punkten.
Das Fest verbringen Sarah van Aalen (l.) und Demi Korevaar in den Niederlanden – danach wollen sie mit dem USC in Wiesbaden zum Rückrunden-Auftakt punkten. Foto: Jürgen Peperhowe

Nein, von einem Finale um die Playoff-Plätze will Ralph Bergmann nicht sprechen. „Wir müssen kleinteiliger denken“, fordert der Coach und meint damit nicht das oft bemühte Von-Spiel-zu-Spiel-Denken. Der Coach des USC Münster geht weiter ins Detail, verlangt von seinen Spielerinnen „zu schauen, dass der erste Ballkontakt gut ist“ – damit so das Spiel der Unabhängigen fehlerfreier und wieder sicherer wird. Dass die Partie beim VC Wiesbaden am Sonntag (19 Uhr), direkt nach den Feiertagen, aber wegweisenden Charakter im Kampf um die Saisonverlängerung hat, ist nicht von der Hand zu weisen.

Zwei Siege verbuchte der USC in der am Samstag beendeten Hinrunde lediglich, mehr als der zehnte und vorletzte Platz sprang bei einer Ausbeute von acht Punkten nicht heraus. Die sportliche Krise, die auch die Entlassung von Trainer Teun Buijs beinhaltete, war am 4. Oktober um 16.47 Uhr noch nicht zu erahnen. Mit 3:2 hatte Münster zum Bundesliga-Auftakt eben jene Wiesbadenerinnen bezwungen, die aktuell einen Zähler mehr auf dem Konto haben und damit Rang acht belegen – den letzten Qualifikationsrang für die Playoffs. „Fakt ist, dass wir das erste Spiel gegen Wiesbaden gewonnen haben“, sagt Bergmann. Um den Erfolg zu wiederholen und gut in den zweiten Saisonteil zu starten, muss Münster seine in Erfurt (2:3) gezeigten Defizite ablegen. Block-Abwehr, Effizienz und Durchschlagskraft im Angriff, Stabilität in der Annahme, Druck beim Aufschlag und vor allem Entschlossenheit – von allem darf es getreu dem Fleischerei-Motto gern ein bisschen mehr sein.

Korevaar und van Aalen in die Heimat

Nach der Vormittagseinheit am Mittwoch entschwanden die USC-Beteiligten in die kurze Weihnachtspause. Die Niederländerinnen Sarah van Aalen und Demi Korevaar dürfen nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt der Stadt in ihre Heimat reisen, die Amerikanerinnen Taylor Nelson und Adeja Lambert sowie die Brasilianerin Helo Lacerda feiern das Fest jeweils in der Familie einer Teamkollegin. Viel Zeit zur Muße bleibt nicht, schon am ersten Weihnachtstag beginnt die finale Vorbereitung auf Wiesbaden, die am zweiten ihr Ende findet. Sonntagvormittag geht es dann gen Hessen – mit im Gepäck ist die Hoffnung auf eine Wiederholung des Oktober-Erfolges, der dem USC Schwung verleihen soll.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7740028?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker