Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC Münster nutzt Jahreswechsel zum Kräfte tanken

Münster -

Entspannen statt anspannen: Die Volleyballerinnen des USC Münster haben auf Geheiß von Trainer Ralph Bergmann zum Jahreswechsel den Fuß vom Gas genommen und Füße wie Seele baumeln lassen. Unter Strom stand nur der fast leere Akku, der am Wochenende in Vilsbiburg wieder gefüllt sein sollte.

Dienstag, 05.01.2021, 17:06 Uhr
Trainer Ralph Bergmann hatte seinem Team eine kurze Verschnaufpause verordnet – die seit Sonntag wieder beendet ist.
Trainer Ralph Bergmann hatte seinem Team eine kurze Verschnaufpause verordnet – die seit Sonntag wieder beendet ist. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Jahreswechsel verlief ruhig beim USC Münster. Während die Korbjäger der WWU Baskets Münster Silvester sowie am Neujahrstag mit Blick auf die Partie in Schwelm (86:94) trainierten, waren die Bundesliga-Volleyballerinnen am Berg Fidel nicht zu sehen. Ruhe hatte Trainer Ralph Bergmann seinen Schützlingen verordnet, etwas Kraft tanken nach zuvor physisch wie psychisch anstrengenden Wochen. „Das Programm, das wir eigentlich über die Feiertage vorgesehen hatten, haben wir etwas heruntergefahren“, sagt Bergmann.

Ermüdungserscheinungen unübersehbar

Beim 2:3 in Erfurt fünf Tage vor Weihnachten sowie beim wichtigen Tiebreak-Erfolg in Wiesbaden am 27. Dezember hatte der Coach jeweils in der finalen Phase Ermüdungserscheinungen bei seinen Spielerinnen festgestellt, einen Energieverlust bemerkt. „Es war spürbar, dass es zuvor für alle Beteiligten sehr viel war“, sagt der 50-Jährige und meint damit nicht nur die körperlichen Anstrengungen. Die Wechsel auf der Trainerposition von Teun Buijs über Lisa Thomsen zu Bergmann und die damit verbundene Unruhe waren ebenso fordernd wie das Dauerthema Corona. „Keiner kann sich davon gedanklich und emotional freimachen. Dem muss man Rechnung tragen“, erklärt Bergmann, der seine Mannschaft seit Sonntag wieder im Training hat und auf die anstehende Begegnung am Samstag (19 Uhr) bei den Roten Raben Vilsbiburg vorbereitet.

„Enge Kiste“ in Vilsbiburg

Eine „enge Kiste“ erwartet er in Niederbayern, das Hinspiel am Berg Fidel (2:3) war eine von vielen knappen Partien in der aktuellen Bundesliga-Spielzeit, in der fast jedes vierte Duell – 16 von 59 Matches endeten im Tiebreak – über die volle Distanz ging. „Ich habe das Gefühl, dass die Saison im Ganzen durch Corona unruhiger ist“, sagt Bergmann. „Da bin ich froh, dass bei uns wieder ein bisschen Ruhe eingekehrt ist.“ Mit der ist es aber nun wieder vorbei, bis zum 30. Januar stehen vier Bundesliga-Partien – nach dem Vilsbiburg-Spiel warten mit Dresden, Stuttgart und dem Überraschungsteam Suhl die derzeitigen Top drei der Tabelle – an. Ein straffes Programm, das der USC Stand jetzt mit voller Besetzung angehen kann – und dank der Verschnaufpause mit aufgeladenen Akkus.

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