Volleyball: Bundesliga
USC geht in Vilsbiburg auf Beutejagd

Münster -

Die weite Reise ins verschneite Vilsbiburg soll sich für den USC lohnen: In Niederbayern möchte der Bundesligist am Samstag seine kleine Erfolgsstory fortsetzen. Allerdings sind die jüngeren Erfahrungen mit den Raben eher negativ.

Freitag, 08.01.2021, 17:49 Uhr aktualisiert: 09.01.2021, 21:17 Uhr
Im Pokal und in der Liga verloren Demi Korevaar und der USC im Tiebreak gegen Danielle Brisebois und die Roten Raben. In Vilsbiburg soll sich am Samstag das Blatt zu Münsters Gunsten wenden.
Im Pokal und in der Liga verloren Demi Korevaar und der USC im Tiebreak gegen Danielle Brisebois und die Roten Raben. In Vilsbiburg soll sich am Samstag das Blatt zu Münsters Gunsten wenden. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Jahresfinale hat Appetit auf mehr gemacht. Viermal in Folge punkteten die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC zuletzt. Es waren kleine und große Schritte aus der Krisenschleife, Münster hat wieder Boden unter den Füßen. Nun waren die Gegner samt und sonders keine Spitzenmannschaften, gleichwohl ist festzuhalten, dass Ralph Bergmann, der neue Cheftrainer, an den richtigen Schrauben gedreht und wohl auch die richtigen Worte gefunden hat. Die Unabhängigen sind konkurrenzfähig und würden dies sehr gern auch im ersten Spiel des neuen Jahres belegen. An diesem Samstag (19 Uhr) sind sie in Vilsbiburg Gast der Roten Raben. „Es muss unser klares Ziel sein, etwas mitzunehmen“, sagt Bergmann.

Schon zweimal in dieser Saison kreuzten sich die Wege Münsters und Vilsbiburgs. In beiden Fällen hatte der USC Heimrecht, in beiden Vergleichen ging dem Gastgeber die Puste aus. Das Punktspiel verlor er nach 2:1-Führung 2:3. Im Achtelfinale des DVV-Pokals lag er sogar 2:0 vorn, ehe die Raben Wind unter den Flügeln spürten und im Tiebreak endgültig davonflogen. Es ist nicht so, dass der USC vor dem dritten Schlagabtausch Revanche-Gedanken hat. Aber eine Fortsetzung der kleinen Erfolgsstory wäre gewiss gut für das Selbstbewusstsein und würde sich in zweiter Konsequenz auch im Klassement abbilden. Mit einem „Dreier“ könnten sich die Gäste von Rang zehn auf Platz acht verbessern und sich zumindest vorübergehend auf einem Playoff-Platz niederlassen.

Nach der Begegnung in Wiesbaden am 27. Dezember hat der USC die Motoren gedrosselt. „Wir haben am Tag vor Heiligabend und an beiden Weihnachtstagen trainiert. Die Mädels waren ziemlich platt, deshalb haben wir die Intensität ein bisschen zurückgefahren“, sagt Bergmann. Auch er habe eine kleine Pause benötigt. Nun mache die Mannschaft wieder einen frischen Eindruck: „Ich denke, wir sind bereit für die nächsten Aufgaben.“

Vor der Partie in Niederbayern erklärt Bergmann den Gegner zum „leichten Favoriten. Vilsbiburg spielt eine gute Runde und ist als Sechster auch voll im Soll“. Die Raben seien ein Team mit sehr viel Energie, der USC erfuhr das zuletzt in den direkten Duellen zweimal sehr schmerzhaft. Andererseits: Beide Begegnungen gingen über die volle Distanz. Ein Hinweis, dass Münster gar nicht so weit weg ist. Und an diesem Samstag vielleicht sogar in der Lage ist, die Dinge zu drehen.

Die Leistungen in den letzten Spielen sollten Münster jedenfalls Mut machen für den Auftritt in der Ballsporthalle. Als Bergmann das Team übernahm, hatte es nur eines von acht Ligaspielen gewonnen. Drei Partien weiter sind es schon drei. Zuletzt in Wiesbaden machte der USC sogar einen 1:2-Rückstand wett. „Es war besonders für die Köpfe wichtig, endlich auch einmal ein knappes Spiel gewonnen zu haben. Das hat Ballast abgeworfen und am Ende schmeckt es auch besser“, konstatiert Bergmann.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7757712?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker