Volleyball: Bundesliga
Kurze Erfolgsstory des USC Münster endet in Vilsbiburg

Münster -

Das war nichts! Ohne Satzgewinn blieben die Volleyballerinnen des USC Münster am Samstag im Auswärtsspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg. Dabei schaffte es die enttäuschende Mannschaft nicht, den Ausfall von Leistungsträgerin Anika Brinkmann zu kompensieren.

Sonntag, 10.01.2021, 13:33 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 15:04 Uhr
Liza Kastrup greift gegen Jodie Guilliams, Vilsbiburgs Beste am Samstag, an.
Liza Kastrup greift gegen Jodie Guilliams, Vilsbiburgs Beste am Samstag, an. Foto: Wolfgang Fehrmann

Rückschlag inmitten der Aufbruchstimmung. Die Volleyballerinnen des USC Münster haben ihre Punktejagd nicht fortsetzen können. Die jüngste Erfolgsstory war nur eine Kurzgeschichte. Sie endete am Samstagabend jäh und sehr schmerzhaft. Bei den Roten Raben Vilsbiburg unterlag der Bundesligist ohne Sang und Klang 0:3 (14:25, 23:25, 22:25). Es war ein großer Schritt in die falsche Richtung. Trainer Ralph Bergmann nahm am Ende des Spuks kein Blatt vor den Mund. „Das war schlecht, richtig schlecht. Wir haben nur in ganz wenigen Phasen das hinbekommen, was wir wollten“, sagte er.

Bergmann hätte einiges am Ausfall von Anika Brinkmann festmachen können. Die 34-Jährige war in der vergangenen Woche auf einer Treppe abgerutscht und hatte sich die Ferse geprellt. Auf der langen Reise ins winterliche Niederbayern blieb ihr Platz im Bus unbesetzt. „Sie hätte in keinen Schuh gepasst und mit dieser Verletzung auch nicht springen können“, erklärte der Coach. Mit Brinkmann fiel Münsters mit Abstand beste Scorerin aus. „Anika hat uns gefehlt“, sagte Bergmann, „das darf aber keine Ausrede für unsere Leistung sein.“ Tatsächlich hatte der Trainer auf Leistungsschübe der anderen Außenangreiferinnen gesetzt. Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllte. Weder Adeja Lambert noch Nele Barber oder die junge Mia Kirchhoff zeigten sich. In Summe trugen sie gemeinsam 14 Punkte zusammen – drei weniger als Vilsbiburgs Beste Jodie Guilliams. Auch die Ex-Münsteranerin Luise Keller (13) besetzte eine Hauptrolle im Kollektiv der Raben.

Der USC indes stand in den 78 Spielminuten zumeist neben sich, im ersten Satz ging alles schief. Ganz miese Annahme, schwacher Angriff – das war gegen wache und effizient spielende Bayern weder konkurrenzfähig noch erstligareif. Nach nur 21 Minuten baten die Schiedsrichter zum Seitenwechsel.

Münster wurde hernach ein wenig lebhafter, insgesamt aber blieb das Spiel der Gäste verkrampft und für den Gegner lesbar. Wenigstens gab sich die Mannschaft noch nicht frühzeitig auf. In vielen kleinen Schritten machten die Unabhängigen einen Vier-Punkte-Rückstand (8:12) wett, beim 19:19 stellte Barber gleich. Es war der einzige Moment, der die Aussicht auf eine Wende freigab, doch nach Eigenfehlern verdunkelte sich rasch wieder alles um den USC.

Auch im dritten Satz hechelte Münster vom Start an einem Rückstand hinterher. Viel zu oft hatten die Linkshänderinnen Guilliams und Keller am Netz freie Bahn. Ein 5:0-Lauf brachte den USC noch einmal auf 20:21 heran, ehe er sich mit zwei Fahrkarten im Aufschlag auch die letzte Chance nahm, der bedenklichen Gesamtleistung noch irgendetwas Positives beizumischen. Gegen den Dresdner SC am Samstag benötigt es eine erhebliche Steigerung und ganz gewiss auch die Rückkehr von Anika Brinkmann.

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