Fußball: Westfalenliga
Neu-Trainer Möllers steigt in Kinderhaus sogar sofort ein

Münster -

Das Rätselraten hat ein Ende. Holger Möllers übernimmt, wie geplant und im November verkündet, Westfalenligist Westfalia Kinderhaus als Trainer. Nach den Verwerfungen, die diese Meldung vor sechs Wochen auslöste, haben sich die Dinge im Verein inzwischen merklich beruhigt. Der Coach würde sogar sofort einspringen, sobald die Saison fortgesetzt wird.

Donnerstag, 14.01.2021, 12:34 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 11:38 Uhr
Jetzt ist es endgültig: Holger Möllers trainiert in der kommenden Saison Kinderhaus.
Jetzt ist es endgültig: Holger Möllers trainiert in der kommenden Saison Kinderhaus. Foto: Johannes Oetz

Schon im November verkündete Westfalia Kinderhaus, dass Holger Möllers zur neuen Saison Trainer des Westfalenligisten wird. Ein normaler Vorgang, der aber ein Erdbeben auslöste. Weil die Sportliche Leitung um Dieter Hanebuth den Abteilungsvorstand darüber (und die Trennung von Vorgänger Marcel Pielage) nicht informiert hatte, knallte es gewaltig.

Hanebuth musste gehen, sein Wegbegleiter, Mäzen Alfred Fislage, dankte daraufhin mit ab. Und Möllers, der sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen, saß zwischen den Stühlen, wusste anfangs nicht, ob seine Dienste überhaupt noch gefragt sind. Nun haben sich die Wogen geglättet. Nach einem Kennenlernen zwischen den Club-Funktionären, die ein Findungsgremium gebildet hatten, und dem Coach signalisierten beide Seiten schon im Dezember Bereitschaft. Offiziell wurde die Zusammenarbeit jetzt besiegelt. Nicht nur das. Anders als im Herbst besprochen steigt Möllers sogar sofort ein. Denn nach dem Hickhack um Absprachen und Kommunikation hatten sich Pielage und sein Team umgehend zurückgezogen. Die augenblickliche Spielpause verschaffte Kinderhaus etwas Luft.

Viele Telefonate

Der neue Mann an der Seitenlinie hat ein paar ungewisse Tage hinter sich. Im Prinzip war er sich aber nach wenigen Telefonaten, unter anderem mit Obmann Ingo Hennemann, dem Gesamtvorsitzenden Magnus Hömberg und auch Fislage sicher, dass er nicht am falschen Ort zugesagt hatte. „Damals hieß es ja, dass man gar nicht wisse, wer ich bin. Dann aber haben wir ein vernünftiges Gespräch mit allen Seiten geführt und festgestellt, dass wir gut miteinander arbeiten können“, sagt der Trainer, der bis 2020 den SV Herbern in der Landesliga coachte und davor beim damaligen Bezirksligisten TuS Ascheberg tätig war. Inzwischen hat der 49-Jährige, der Omid Asadollahi (zuletzt U 19 des 1. FC Gievenbeck) im Sommer mitbringt, mit allen Spielern gesprochen und viele positive Signale für einen Verbleib bekommen. Vom Rückzug in die Landesliga, der nach dem vorläufigen Abschied von Geldgeber Fislage zur Debatte stand, ist keine Rede mehr. Dessen wirtschaftliche Unterstützung scheint abgesichert.

Ich habe sofort gemerkt, dass die Mannschaft intakt ist.

Holger Möllers

Die größte Ungewissheit ist aktuell, ob Möllers noch in dieser Saison wirklich tätig werden kann. Theoretisch würde er sofort mit der praktischen Arbeit beginnen, wenn das Training wieder zulässig ist. Aktuell steht hinter dieser Perspektive natürlich ein großes Fragezeichen. Also beschränkt sich die Haupttätigkeit darauf, den Kader für die kommende Serie aufzustellen. „Ich habe sofort gemerkt, dass die Mannschaft intakt ist, dass es in der Kabine stimmt“, so Möllers, der so hofft, diese auch bald zu betreten.

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