Hygienekonzept vorgestellt
Ideen für Laufveranstaltungen unter Corona-Bedingungen

Wie können Laufveranstaltungen sicher organisiert werden? Dazu hat die German-Road-Races (GRR) mehrfach digitale Abendworkshops veranstaltet. Zuletzt geleitet von zwei Vertretern des Orgateams vom Volksbank-Münster-Marathon: Dr. Ralph Schomaker und Michael Brinkmann. Jetzt ist das Hygienekonzept auf den neuesten Stand gebracht worden. 

Dienstag, 19.01.2021, 16:32 Uhr
Hygienekonzept vorgestellt: Ideen für Laufveranstaltungen unter Corona-Bedingungen
Der Münster Marathon 2018: Die Organisation German-Road-Races (GRR) hat jetzt ein neues Konzept mit möglichen Hygienemaßnahmen für Laufveranstaltungen erarbeitet. Foto: Matthias Ahlke

Dr. med. Ralph Schomaker (Facharzt im ZfS - Zentrum für Sportmedizin, Münster) habe beim digitalen Workshop der German-Road-Races (GRR) von seinen medizinischen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie berichtet, wie es in einer Pressemitteilung heißt, insbesondere mit dem Blick auf Laufveranstaltungen in diesem Jahr. Man habe im Jahr 2020 viel über die Ausbreitung des Virus gelernt, so Schomaker.

Wichtig seien die folgenden Aspekte:

- Genaue Definition eines Veranstaltungsgeländes für eine Laufveranstaltung
- Nachverfolgbarkeit der anwesenden Personen inkl. der Zuschauer und Helfer. Die Athleten werden bereits mit der Online Anmeldung registriert
- Gestaffelte oder nur kurze Dienstleister-Anwesenheit auf dem Veranstaltungsgelände
- Erfordernis sei ein Start in Blöcken und mit Mundschutz
- Die Streckenwahl müsse so erfolgen, dass Entzerrung möglich ist
- Siegerehrungen müssen ohne Zuschauer stattfinden
- Ständige Informationen durch den Veranstalter
- Masken und Handdesinfektionen

Schnelltests könnten vorgegeben werden

Auch müsse man an Schnelltests denken, die ggf. ordnungsbehördlich vorgegeben sein könnten. Auch der Umgang mit Geimpften, die im Jahresverlauf immer mehr werden, müsse sorgfältig geprüft und abgewogen werden. Kritisch sei auch der Status „Großveranstaltung“ – da diese Bezeichnung eine gewisse politische Brisanz und Schlagwortcharakter hätten. 

Michael Brinkmann von Münster-Marathon e.V. und Markus Frisch vom Köln Marathon hatten ihr seinerzeit beim DLV und der Staatskanzlei NRW eingereichtes Hygienekonzept für Laufveranstaltungen in Deutschland, wie Brinkmann sagt, nun auf den neuesten Stand gebracht.

„Endlich konnten wir auch den Umgang mit Zuschauern“ regeln, auf die eine derartige Veranstaltung nicht verzichten kann, denn sie sind der Motivator für jeden Läufer, insbesondere für Marathonläufer", so Michael Brinkmann, der in einer Präsentation das neue Hygienekonzept vorstellte. „Wir konnten auch auf Erfahrungen zurückgreifen von bereits durchgeführten Herbstveranstaltungen, aber auch von den Kollegen aus der Schweiz.“

Konzept geht diese Woche an den Leichtathletikverband 

Das fertige neue Hygienekonzept, Version 1.1 soll noch in dieser Woche an den Deutschen Leichtathletikverband und anschließend an die Staatskanzlei NRW übermittelt werden, deren Verantwortliche für den Sport in NRW bereits Konzepte vieler anderer Sparten vorliegen habe.

Auch der DLV freut sich über die gute Zusammenarbeit mit GRR, wie es weiter heißt, hatte der DLV bisher doch nur ein Konzept für Stadionveranstaltungen entwickelt und greift gern auf die Arbeit von GRR zurück, um nun auch das überarbeitete Hygienekonzept für Laufveranstaltungen „draußen“ – im Sprachgebrauch „stadionferne Veranstaltungen“ bundesweit nutzen zu können. 

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