Fußball: Regionalliga West
Preußen beantragen Drittliga-Lizenz auch als Signal an die Mannschaft

Münster -

Lange mussten die Preußen-Bosse überlegen. Beantragen sie die Drittliga-Lizenz oder nicht. Nun haben sie sich dafür entschieden. Auch, weil sie der Mannschaft nicht die Perspektive nehmen will. Zumindest spricht derzeit einiges für eine gute Rückserie.

Donnerstag, 21.01.2021, 11:06 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 11:57 Uhr
Geschäftsführer Bernhard Niewöhner (r.) und Präsident Christoph Strässer
Geschäftsführer Bernhard Niewöhner (r.) und Präsident Christoph Strässer Foto: Jürgen Peperhowe

Vollständig abgeschrieben haben die Verantwortlichen des SC Preußen den Aufstieg in die 3. Liga offenbar noch nicht. Jedenfalls nehmen sie nach längerer Überlegung nun doch am Lizenzierungsverfahren teil. Die Unterlagen müssen bis Ende Februar beim DFB vorliegen.

„Anders als der Antrag zur Regionalliga stellt es sowohl wirtschaftlich als auch personell eine besondere Herausforderung dar. Daher mussten wir eine Beantragung in den Gremien genau abwägen und eine verantwortungsvolle Entscheidung im Interesse des Clubs treffen“, sagt Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. Objektiv betrachtet sind RW Essen (14 Punkte Vorsprung) und auch Borussia Dortmund II zu weit weg. Doch es geht auch um ein symbolischen Akt. „Unsere junge Mannschaft und das engagierte Trainerteam haben sich unser Vertrauen absolut verdient. Wir möchten an sie – aber auch an unsere Fans – mit unser Entscheidung ein positives Signal senden.“

Auch wenn es erst eine Partie in der Rückrunde absolviert ist, scheinen die Münsteraner personell gut aufgestellt zu sein. Auch taktisch hat sich die Formation in einem 4-1-4-1 eingependelt. Schon bald könnte es die ersten Härtefälle geben. Joshua Holtby hat seine muskulären Probleme überwunden und die gesamte Woche über trainiert. Im Mittelfeldzentrum, wo zuletzt Okan Erdogan, Dennis Daube und Nicolai Remberg zum Zuge kamen, gibt es fünf ernsthafte Bewerber für drei Plätze, auch Dominik Klann ist ja noch da. Die Rückkehr von Alexander Langlitz für die Offensive ist absehbar, auch Jules Schwadorf möchte bald wieder für die Startformation infrage kommen. Mit Neuzugang Gerrit Wegkamp als fixem Posten haben sich im Angriff einige Dinge verschoben. Es besteht mehr Auswahl. Selbst in der Innenverteidigung macht Roshon van Eijma, der Samstag in Bergisch Gladbach (14 Uhr) den gesperrten Marcel Hoffmeier vertritt, Druck.

Was dem SCP zudem entgegenkommt: Die nächsten vier Gegner (Bergisch Gladbach, Straelen, Homberg, Wuppertal) kommen alle aus dem unteren Drittel, genau gegen die Abstiegskandidaten hielten sich die Adler in der ersten Saisonhälfte schadlos. Ein bisschen Träumerei darf ja noch erlaubt sein.

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