Laufaktion: „Münster um die Welt“
Nach der Globusumrundung geht’s weiter

Es ist geschafft. 23 Tage hat es nur gedauert, bis das Projekt „Münster um die Welt“ sein Ziel erreicht hatte. Der letzte Akt brach noch mal alle Rekorde. Ole Kittner, der zusammen mit Thomas Lammers die Initialzündung gab, zeigte sich hocherfreut. [Mit Video]

Dienstag, 26.01.2021, 17:29 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 18:00 Uhr
Schulsport mal anders: Die Realschule im Kreuzviertel trug bis zuletzt viele Kilometer zum „Weltlauf“ bei, der in Münster startete und endete.
Schulsport mal anders: Die Realschule im Kreuzviertel trug bis zuletzt viele Kilometer zum „Weltlauf“ bei, der in Münster startete und endete. Foto: Christin Austermann

Als das Ziel erreicht war, war noch lange nicht Schluss. Fast könnte man meinen, dass „Münster läuft um die Welt“ gleich zur zweiten Umrundung ansetzt – oder vielleicht sogar zum Mond durchstarten will. Sonntag, am 23. Tag der Aktion des USC Münster, des SC Preußen und der WWU Baskets in Kooperation mit dem Stadtsportbund und dem Laufschuhhersteller Brooks, klopften die Läufer mit festen, schnellen Trippelschritten auf dem europäischen Festland an. Jules Verne und sein Buch „In 80 Tagen um die Welt“ war bei „Münster um die Welt“ deutlich schneller erzählt.

Am Montag, als das Kinderheim Münster, die Realschule im Kreuzviertel und das Ratsgymnasium ihre symbolisch erlaufenen Kilometer präsentierten, war das Projekt schon geschafft. Immer weiter. „Das war noch einmal ein Rekordtag mit 6072 Kilometern“, sagt Ole Kittner. Der Ex-Profi der Preußen hatte mit Thomas Lammers vom Stadtsportbund die organisatorischen Zügel in der Hand. Und: „Es war schon unglaublich, dass wir nach 23 Tagen unser Ziel erreicht haben. Ich hatte nicht gedacht, dass wir das im Januar schaffen.“

Zweck erfüllt

Das Projekt, das die Menschen in Pandemie-Zeiten von der Couch zur Bewegung antreiben sollte, hatte seinen Zweck erfüllt. Über 1300 Abonnenten zählte es in den sozialen Medien, über 1200 Läufer und eine Reihe von Institutionen nahmen teil. Insgesamt liefen 27 Einzelspenden für die Kinderkrebshilfe ein. Spannend sei es nun, so Kittner, ob Unternehmen die Idee mit Spenden für die Krebshilfe füttern werden – wo das Ziel doch erreicht ist. So nebenbei wurden auch noch 40 Läufer mit neuen Schuhen von Brooks beglückt.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Die Kooperation der drei Vereine, die ihre Spielstätte am Berg Fidel haben, war gelungen. Baskets-Manager Helge Stuckenholz hatte die Verlosungsaktion der Schuhe in den leidgeprüften Gastro-Betrieben organisiert, beim USC schob Ralph Bergmann die Dinge mächtig an. Und beim SCP machten Pressesprecher Marcel Weskamp und Sportchef Peter Niemeyer „Dampf“. Gerade Niemeyer brachte einige seiner früheren Profikollegen ans Laufen, vielleicht sogar mehr, als diese in ihrer aktiven Zeit auf dem Spielfeld gerannt sind. „Peters Lauftreff“ umfasste dabei bekannte Kicker wie Per Mertesacker, Maik Franz, Clemens Fritz oder Sami Allagui. Sie joggten für „Münster um die Welt“. Gut so.

Die Kooperation in diesem Fall zwischen den großen drei Clubs endet nun. Ob das Laufprojekt weitergeführt wird, verrät Kittner nicht, Interesse gäbe es. Man wird sehen, schließlich ist der Läufer-Tross unaufhaltsam längst schon wieder in Richtung Sibirien unterwegs ...

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