Funktionäre überarbeiten Pläne
Abbruch im Handball, Geduld im Fußball, Zweifel im Tischtennis

Münster -

Es ist nicht nur die Ministerrunde, die in diesen unvorhersehbaren Zeiten regelmäßig per Videokonferenz über neue und neu angepasste Maßnahmen beraten muss, auch im Sport sind alle Beschlüsse und Planungen aktuell eben nur so lange gültig, bis die pandemische Entwicklung eine neue Richtung vorgibt. Während die Fußballer immerhin noch Licht am Ende des Tunnels sehen, wird es düster für die Handballer – und auch der Westdeutsche Tischtennisverband beschäftigt sich erstmals offiziell mit einem Saisonabbruch.

Donnerstag, 28.01.2021, 15:00 Uhr aktualisiert: 30.01.2021, 11:53 Uhr
Funktionäre überarbeiten Pläne: Abbruch im Handball, Geduld im Fußball, Zweifel im Tischtennis
Die Fußballer sind guter Hoffnung, bei den Hallensportarten beginnt der Glaube an eine Saisonfortsetzung zu schwinden. Foto: imago-images

Bahnbrechendes war natürlich nicht zu verkünden, doch die Vereinsvertreter waren dankbar für die Online-Konferenz des Fußballkreises Münster am Dienstagabend. In knapp 60 Minuten erklärten die Funktionäre unter anderem, dass es aktuell keine Deadline gibt, bis wann ein Saison-Wieder­beginn erfolgt sein muss. „Wir haben um Ruhe und Geduld gebeten. Das Feedback war sehr positiv, es wurde ein wertschätzender Austausch ohne anstrengende Diskussionen“, sagte der Kreisvorsitzende Norbert Krevert. „Die Information stand im Vordergrund.“

Angepeilt wird weiter, eine Halbserie zu absolvieren, um eine Wertung vorzunehmen. Die Quotientenregelung soll im Fall der Fälle wieder Anwendung finden. „Wir sehen keine Not, jetzt schon abzubrechen“, so Krevert, der vor allem hofft, so bald wie möglich Kinder und Jugendliche wieder auf den Rasen bringen und damit an die Clubs binden zu können. Be­sprochen und debattiert wurde, ob zwei oder vier Wochen Vorbereitung reichen. Die Tendenz geht im Zweifel eher zur kürzeren Variante.

Beim Handball ist man da schon eine Schritt weiter – jedoch einen Schritt zurück. Da der erhoffte Re-Start in die Saison am 1. März durch den verlängerten Lockdown außer Reichweite geraten ist, tritt auf Westfalen-Ebene Plan B in Kraft. Der sieht vor, dass die Spielrunde ohne Wertung abgebrochen wird, es also auch keine Absteiger geben wird. Sobald die Rahmenbedingungen es erlauben, wird der Verband ein Spielangebot organisieren, das für alle Teams freiwillig ist. „Vereine, die in ihren Ligen aufsteigen wollen, können nach einer noch vorzunehmenden Meldung an einer Runde dafür teilnehmen“, heißt es in dem offiziellen Schreiben des Handball-Verbands Westfalen. Regularien und Durchführungsfragen würden zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Der Abbruch ist erstmals auch bei den Tischtennisspielern eine Option, wie aus einer Mitteilung des WTTV hervorgeht: „Sollte sich auch direkt nach den Osterferien kein Spielbetrieb realisieren lassen, müssen wir uns mit einem Abbruch beschäftigen. [...] Kurzum: Wenn die Durchführung der einfachen Runde nicht vollständig gelingt, werden wir die Spielzeit 2020/21 für ungültig erklären. Die Entscheidung fällt frühestens im März.“

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