Fußball: Regionalliga West
Muss Preußen Münster gegen den SV Straelen auf Kunstrasen ausweichen?

Münster -

Noch wird im Stadion gespielt. Aber aufgrund der Witterung könnte es auch sein, dass der SC Preußen die Partie am Samstag gegen den SV Straelen auf Kunstrasen austragen muss. Sollte es weiter regnen, wäre das wohl der Fall.

Freitag, 29.01.2021, 05:18 Uhr aktualisiert: 29.01.2021, 09:37 Uhr
Kennt den Kunstrasenplatz aus der U-19-Bundesliga und der Oberliga aus dem „Effeff“: Nicolai Rembreg (r.).
Kennt den Kunstrasenplatz aus der U-19-Bundesliga und der Oberliga aus dem „Effeff“: Nicolai Rembreg (r.). Foto: fotoideen.com

Wenn der SC Preußen Münster am Samstag das Heimspiel gegen den SV Straelen (14 Uhr) be­streiten wird, dann soll das Stand jetzt im Stadion passieren. In der Fußball-Regionalliga könnten die Wetterkapriolen aber den Spielplan kräftig durcheinanderwirbeln, nachdem die Liga sowieso schon durch Spielausfälle bedingt durch Corona gebeutelt ist. Ausweichen auf Kunstrasen könnte die Devise lauten.

„Bis jetzt ist der Hauptplatz nicht gesperrt“, sagt Geschäftsführer Bernd Nie­wöhner. Auch weil Platzwart Norbert Heithaus, der „Greenkeeper-Import“ aus Altenberge, mit „akribischer Detailarbeit das Spielfeld in einen vernünftigen Zustand versetzt, so Niewöhner. Allerdings flogen beim vergangenen Heimspiel gegen Rödinghausen gerade in der zweiten Halbzeit die Rasenstückchen nur so durch die Luft – der Regen hatte seine Spuren hinterlassen, dann mischten die Zweikämpfe der Spieler das Feld auf.

In Münster gilt dabei: Wenn der Hauptplatz für unbespielbar erklärt werden wird, dann muss der SC Preußen in einem Heimspiel auf den Kunstrasenplatz ausweichen. Gerade jetzt, wo keine Zuschauer bei Heimspielen zugelassen sind, wäre das theoretisch machbar. Zumal die Sicherheitsvorkehrungen beim mit Zäunen eingefriedeten Platz gewährleistet wären. Und, so SCP-Geschäftsführer Niewöhner schelmisch: „Mit dann fünf Vorstandsmitgliedern werde ich fertig.“

Dass die Preußen, wie jede ambitionierte Mannschaft im Profibereich, lieber auf Naturrasen als auf einem Kunstbelag spielt, ist klar. Andere Clubs, gerne mal aus dem Tabellenkeller, nutzen dagegen diesen kleinen Vorteil durchaus. Eine Partie auf Kunstrasen erhöht in der Regel die Chancen, gegen eine vermeintliche Top-Mannschaft punkten zu können.

Beim SCP geht man davon aus, dass auf dem Rasen im Stadion gespielt wird. Die Rasenheizung anzustellen bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt, macht wenig Sinn. Erst wenn eine Schneedecke vorhanden wäre, müsste über eine Verlegung nachgedacht werden.

So wie zuletzt in Wuppertal, als am Mittwochabend das Nachholspiel gegen ­Alemannia Aachen abgesagt wurde. Die Hinrundenpartie wurde somit ein zweites Mal verschoben, im Herbst noch aus Gründen der Pandemie. Nun weil in Wuppertal eine Schneedecke lag und ein Kunstrasenplatz eben nicht zur Verfügung steht. Auch der Tausch des Heimrechts funktionierte nicht, in Aachen lag Schnee und selbst der angegliederte Kunstrasenplatz war deshalb nicht verfügbar.

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