Reiten: Dressur
Premierensieg für Klimke und Firlefranz in der S-Klasse

Münster -

Gleich in seiner ersten S-Prüfung hat Firlefranz, eine neue Dressur-Hoffnung von Reitmeisterin Ingrid Klimke, beim Turnier in Unna-Massen Platz eins belegt. Weitere Einsätze, unter anderem mit Hale Bob, Asha und Siena just do it, stehen in den kommenden Wochen an. Das Ziel heißt: Tokio.

Dienstag, 02.02.2021, 14:44 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 21:34 Uhr
Mit Asha, die am Wochenende eine Dressur in Unna bestritt, will Ingrid Klimke in Luhmühlen in die Vielseitigkeitssaison starten. Dann sollen auch Hale Bob und Siena just do it dabei sein.
Mit Asha, die am Wochenende eine Dressur in Unna bestritt, will Ingrid Klimke in Luhmühlen in die Vielseitigkeitssaison starten. Dann sollen auch Hale Bob und Siena just do it dabei sein. Foto: imago-images

Während ihr Bruder Michael erfolgreich im sonnigen Florida im Dressursattel sitzt, verrichtet Ingrid Klimke in heimischen Gefilden ihre Arbeit. „Er hat alles richtig gemacht“, sagt die Reitmeisterin humor-, aber keineswegs neidvoll. So gut es geht, hat sich die Münsteranerin mit den Pandemie-Gegebenheiten arrangiert, schiebt in den umfangreichen Trainingsbetrieb immer mal wieder Starts bei Turnieren – sofern welche stattfinden – ein. So wie am Wochenende in Unna-Massen, wo sie einmal siegte sowie die Plätze zwei und vier belegte. Eine Bilanz, die sich vorweisen lässt.

Erstmals bestritt Klimkes Firlefranz eine Prüfung der Klasse S – und gewann sie auf Anhieb. „Er ist toll gegangen, da hat sich die Winterarbeit ausgezahlt“, sagt Klimke über den achtjährigen Wallach, der in dieser Saison den Nürnberger Burgpokal in Angriff nehmen soll. Neben dem Dressur-Spezialisten hatte die Reitmeisterin in Unna zwei Vielseitigkeitspferde dabei, die mal wieder Turnierluft schnuppern durften. Dabei belegte Siena just do it in einer M-Prüfung Platz zwei, Olympia-Kandidatin Asha folgte als Vierte.

Zwei Anwärter für Olympia

Apropos Olympia: Auch wenn die Austragung der Spiele in Tokio immer noch nicht endgültig feststeht, hat Bundestrainer Hans Melzer mit seinen Kaderreitern eine Vorbereitung ausgearbeitet – mit der Hoffnung, dass mit Beginn der Freiluft-Saison die Turniere wie geplant und unter den strengen Corona-Auflagen ohne Zuschauer stattfinden können. „Das hat sich eigentlich im vergangenen Sommer gut eingespielt“, sagt die 52-Jährige, die mit Hale Bob einen zweiten Tokio-Anwärter in ihrem Stall hat.

Am Freitag geht es zum Lehrgang nach Warendorf, Ende März soll nach der bislang „üblichen Winterarbeit“ ein erster Turnier-Aufgalopp in Luhmühlen (mit Hale Bob, Asha, Siena) die Olympia-Saison einleiten. In der Folge stehen für das Trio Vier-Sterne-Events in Marbach, Wiesbaden, Baborowko (Polen), erneut Luhmühlen oder beim CHIO in Aachen an. Dazu soll natürlich Dressur-Ass Franziskus – mit dem Hengst gehört sie ebenfalls dem Olympia-Kader an – auf seine Kosten kommen. Wie gewohnt ein straffes Programm. Eines, das Klimke nur zu gerne auch absolvieren würde.

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