Serie: Sport in der Corona-Falle
Professor Thomas Rieger:„Sport und Fitness haben keine Lobby“

Münster -

Der Sport liegt brach, zumindest auf dem Amateursektor. Der Sportwissenschaftler Thomas Rieger erklärt, warum das schwerwiegende Auswirkungen hat und warum es keine Lobbyarbeit gibt. Eine Studie der Uniklinik Münster liefert Belege hierzu. Von Jan Kotulla
Donnerstag, 04.02.2021, 16:42 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.02.2021, 16:42 Uhr
„No Sports“ ist das Corona-Motto, das, so Sportwissenschaftler Thomas Rieger, auch nach einem Ende des Lockdowns noch schwerwiegende Folgen haben wird.
„No Sports“ ist das Corona-Motto, das, so Sportwissenschaftler Thomas Rieger, auch nach einem Ende des Lockdowns noch schwerwiegende Folgen haben wird. Foto: imago-images
Die Möglichkeiten, Sport zu treiben, sind weiterhin eingeschränkt. Training oder gar Ligenspiele im Amateurbereich finden seit Monaten nicht statt. Im Interview kritisiert Sportwissenschaftler Thomas Rieger die Dauer der Maßnahmen und fordert möglichst schnell eine Unterstützung für Vereine. Es ist unbestritten, dass sportliche Betätigung viele positive Effekte hat. Warum zählen diese nun – zumindest gefühlt – nicht mehr? Rieger: Das ist natürlich eine Frage der Prioritäten. Die Politik versucht in dieser schwierigen Lage, in der wir einer sehr starken physischen Bedrohung ausgesetzt sind, Bedingungen zu schaffen, diese Bedrohung für Leib und Leben zu minimieren. Da geht es erst einmal um eine rein medizinische Perspektive: Wie kann ich eine Ansteckung, eine Erkrankung verhindern? Und da der Sport, zumindest in den meisten Fällen, sehr kontaktgeprägt ist, ist es naheliegend, diesen zu unterbinden.
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