Fußball: Regionalliga West
Preußen freuen sich über Ja-Worte und haben Respekt vor Homberg

Münster -

Als Favorit reist Preußen Münster am Samstag zum VfB Homberg. Allerdings wird es keine leichte Nummer auf einem angeschlagenen Rasen. Im Vordergrund stand am Tag davor jedoch ohnehin das erfolgreiche Werben um Nicolai Remberg und Dominik Klann.

Freitag, 05.02.2021, 18:00 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 22:16 Uhr
Dominik Klann (l.) bleibt beim SCP.
Dominik Klann (l.) bleibt beim SCP. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Ausblick auf das Auswärtsspiel beim VfB Homberg am Samstag (14 Uhr) spielte am Freitag nur eine Nebenrolle. Stolz verkündete Preußen Münster stattdessen die Vertragsverlängerung mit zwei Talenten, die über die U 19 und U 23 den Sprung zum festen Bestandteil der Profis geschafft haben. Dominik Klann und der besonders begehrte Nicolai Remberg verlängerten ihre im Sommer endenden Verträge – zur Laufzeit schwieg sich der Club einmal mehr aus. Ausstiegsklauseln nicht ausgeschlossen. Coach Sascha Hildmann begrüßt die Unterschriften natürlich. „Sie haben sich beide reingearbeitet und viele Partien gemacht“, sagt er.

„Unser Ziel ist, junge Spieler aus der Region nachhaltig zu fördern und sie so an die erste Mannschaft heranzuführen. Dominik und Nicolai stehen sinnbildlich für diesen Weg“, sagt Sportdirektor Peter Niemeyer. In der Tat passt das. Klann stammt aus Olfen und wechselte 2017 aus der U 19 des FC Schalke 04 an die Hammer Straße. Remberg kam ein Jahr später von seinem Heimatclub Eintracht Rheine. Je eine Saison in der A-Jugend, dann die Zwischenstufe in der U 23 – und nun Stammkraft bei den Profis. Der Weg ist lehrbuchhaft. „Wir sind sehr froh, dass wir ihnen eine echte Perspektive aufzeigen und uns gegen andere Interessenten durchsetzen konnten“, so Niemeyer. Der 21-jährige Klann, der vor der Abwehr zu Hause ist, kam in der Regionalliga in 18 von 22 Partien zum Einsatz (13-mal Startelf, ein Assist), Remberg war sogar 20-mal dabei (elfmal von Anfang an, je zwei Tore und Vorlagen). Er kann im Mittelfeld und Sturm quasi jede Position spielen.

Alle Spieler sind gesund

Remberg (20) dürfte auch Samstag unverzichtbar sein, Klann kommt eher als Joker infrage. Ohnehin hat Hildmann die Qual der Wahl. Bis auf Simon Scherder, der nach dem Ausfall des Heimspiels gegen Straelen seine Gelbsperre nun eine Woche später absitzt, melden sich alle Profis fit. Sechs von ihnen müssen also auf die Tribüne. Justin Möbius und Osman Atilgan, die noch Rückstand haben, erwischt es sicher. „Alle waren die ganze Woche fit“, sagt der Trainer. „Ich habe die freie Auswahl.“ Joshua Holtby behält vorerst die Jokerrolle. Jules Schwadorf könnte vorne rechts Benedikt Zahn ablösen, Jannik Borgmann drängt mit guter Trainingsleistung auch auf mehr Spielzeit.

Im Duisburger Vorort erwartet die Preußen ein nur schwer bespielbarer Platz. Und ein Gegner, der durchaus schon Qualität nachgewiesen hat. Etwa im Hinspiel (2:1), als der SCP 2:0 führte, in Unterzahl aber noch mal zittern musste. „Wir werden sie nicht unterschätzen“, sagt Hildmann.

Keine Rotation nötig

Aufgrund der Regenfälle zuletzt konnten die Münsteraner in den vergangenen 14 Tagen fast nur auf dem Kunstrasen trainieren. „Für die Gelenke ist das nicht ideal, wir mussten schon etwas dosieren, haben vor allem technisch gearbeitet und Abschlüsse geübt, weniger Spielformen“, so der Pfälzer. Auf dem Papier erwartet seine Elf eine englische Woche. Auch weil diese im Falle von Schneemassen kaum einzuhalten wäre, steht so etwas wie Rotation vorerst nicht auf dem Zettel von Hildmann.

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, van Eijma, Hoffmeier, Heidemann – Erdogan – Daube, Remberg – Schwadorf, Wegkamp, Grodowski

Liveticker aus Homberg ab 13 Uhr:

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