Volleyball: Bundesliga Frauen
USC steigert sich gegen Potsdam zu spät

Münster -

Eine klare Angelegenheit wurde das Heimspiel des USC Münster gegen den SC Potsdam. Die Gäste waren vor allem in den ersten beiden Sätzen zu stark. Beim 0:3 steigerten sich die Grün-Weißen, die wegen des Wintereinbruchs wieder auf Anika Brinkmann verzichten mussten, erst spät.

Sonntag, 07.02.2021, 17:12 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 11:10 Uhr
Duell der wertvollsten Spielerinnen vom Sonntag: Linda Bock (r.) kommt hier an Brittany Abercrombie
Duell der wertvollsten Spielerinnen vom Sonntag: Linda Bock (r.) kommt hier an Brittany Abercrombie Foto: Michael Mücke

Lange wollte sich der SC Potsdam angesichts des Winterwetters nicht am Berg Fidel aufhalten. Keine 90 Minuten lagen zwischen dem ersten Ballwechsel und dem Matchball, kurz vor 16 Uhr war der sportliche Teil des Nachmittags für den USC Münster schon vorbei. Mit 0:3 (18:25, 20:25, 26:28) unterlag der Gastgeber, der bei vier Siegen stehen bleibt und daher weiter um die Teilnahme an den Playoffs bangen muss. „Das war kein gutes Spiel von uns“, sagte Trainer Ralph Bergmann.

Der Wintereinbruch hatte für den USC Folgen: Anika Brinkmann, Top-Scorerin der Unabhängigen, kam aus ihrem Wohnort Borken wegen der verschneiten Straßen nicht in die Halle und fiel damit nach ihrer Fersenverletzung erneut aus. So blieb es bei der taktischen Aufstellung mit Linda Bock und Nele Barber im Außenangriff, Liza Kastrup agierte wie gewohnt auf der Diagonalen, und in der Mitte erhielt diesmal Demi Korevaar neben Barbara Wezorke den Platz in der Startformation. Diese hatte in der Anfangsphase zwar so ihre Probleme mit den Lobs der Potsdamerinnen, gestaltete aber den Eröffnungsabschnitt bis zur Satzmitte ausgeglichen. Bock glich zum 12:12 aus, Münster machte es gut. Aber eben nicht gut genug für den SCP, der ungemein abgeklärt agierte und zudem mit Brittany Abercrombie die Spielerin in seinen Reihen hatte, die den Unterschied ausmachte. Münster bekam die amerikanische Diagonalangreiferin einfach nicht in den Griff, mit drei Punkten – darunter zwei Servicewinner – beendete sie den ersten Durchgang dann auch im Alleingang.

Fehlstart im zweiten Satz

Satz eins war weg, und auch der zweite drohte schnell eine klare Sache zu werden. Einen Aufschlag von Abercrombie ließ Libera Erika Kildau auf die Linie segeln – 1:5, Fehlstart. Aber die Bergmann-Schützlinge berappelten sich zügig, waren nach zwei Punkten von Wezorke wieder dran und nach einem Barber-Angriff gar vorbei (9:8). Das Side-Out stand, beim 12:11 forderte der USC-Coach von der Seitenlinie: „Kommt, Defensive.“ Doch die bekam von Potsdams Offensive um Aber­crombie, Vanessa Agbortabi und Laura Emonts reichlich Druck. Das 15:17 konterte Wezorke, auf den aber- und in diesem Abschnitt letztmaligen Ausgleich jedoch antwortete Potsdam mit einem kleinen, aber entscheidenden 3:0-Lauf. Diesen Vorteil ließ sich der Gast nicht mehr nehmen, nach einer Netzberührung von Kastrup stand es schon nach Sätzen 0:2.

Eine schwere Hypothek, doch Münster blieb beherzt und kämpferisch, setzte dem Pokalfinalisten nun vermehrt und länger zu. Ein Kastrup-Ass zum 9:7, ein erfolgreicher Angriff von der zu Münsters wertvollster Spielerin gewählten Bock zum 14:12 oder der Barber-Punkt zum 16:14 – der USC hatte durchaus noch Ambitionen und Aktien in dieser Partie. Auch nach dem zwischenzeitlichen 17:20. So schnell sollte es dann bitte doch nicht gehen, die Unabhängigen stemmten sich gegen die Niederlage und hatten in Form zweier Satzbälle plötzlich die Chance auf eine kleine Zugabe. Doch Nummer eins vergab Wezorke mit einem Netzaufschlag, Nummer zwei wehrte Abercrombie mit ihrem 19. Punkt ab. Der 20. brachte dann Potsdam den zweiten Matchball, den Symone Speech per Block gegen Bock verwandelte. Die Steigerung kam zu spät, Münster war geschlagen.

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