Rudern: Deutsche Nationalmannschaft
Ida Kruse aus Münster bleibt auf dem Teppich

Münster -

Schnee liegt auch in Berlin. „Seit Wochen schon, mal mehr, mal weniger. Aber nicht so viel wie in Münster“, sagt die Münsteranerin Ida Kruse, die in einer WG in Reinickendorf lebt – und von dort jeden Tag zum Ruderstützpunkt nach Potsdam pendelt. Auch da ist wohl temperierter Winterbetrieb angesagt ...

Dienstag, 09.02.2021, 16:30 Uhr aktualisiert: 10.02.2021, 11:28 Uhr
Wohl überdachtes Hallentraining: Ida Kruse nutzt auf dem Weg nach Tokio alle technischen Hilfsmittel.
Wohl überdachtes Hallentraining: Ida Kruse nutzt auf dem Weg nach Tokio alle technischen Hilfsmittel. Foto: DRV

Die Frauen-Nationalmannschaft der Ruderinnen bleibt aus gegebenem Anlass auf dem Teppich – einer Art Rudermatte, weil auf dem Wasser derzeit wenig bis nichts geht. „Teilweise war die Strecke sogar zugefroren, aber bei bis zu minus acht Grad und ganz schön viel Wellen können wir auch sonst nicht draußen rudern“, sagt Ida Kruse.

Simulation im „Ruderkasten“

Die Athletin des RV Münster wählt am Stützpunkt der Riemennationalmannschaft in Potsdam gemeinsam mit ihren neun Kolleginnen und Bundestrainer Tom Morris stattdessen ein in jeder Hinsicht wohlüberdachtes Programm: Mit variablen Ergometern sowie eben dem „Ruderkasten“ auf den Schwimmmatten im Indoorbecken. Der kann viel, simuliert die Rennsituation, misst alle Leistungsparameter, bleibt am Ende aber doch nur ein Behelf.

Hoffen auf Trainingslager Ende Februar

„Wir hoffen, dass wir Ende Februar in ein Trainingslager fahren können“, sagt Kruse. Wohin es dann geht, steht noch nicht fest, auch nicht, mit welchen Booten. Aktuell sind der Renn-Achter sowie die Trainings-Zweier noch in Portugal verschollen, wo sie vor Start des Wintertrainingslagers im Januar von der Coronavirus-Mutante überrascht wurden – und jetzt auf den Rücktransport warten.„Wir haben aber sofort Ersatzboote gestellt bekommen“, gibt Kruse Entwarnung. Schon im April soll sich der deutsche Achter bei den Weltcups in Bestform präsentieren und das letzte Ticket für die Olympiateilnahme buchen. „Zumindest planen wir jetzt so, als würde das alles auch stattfinden.“

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