Interview mit Thomas Philipzen
„Manchmal weiß man nicht mehr: Was ist jetzt Realität und was ist Satire?“

Münster -

Sport und Kabarett haben mehr gemeinsam, als man meinen könnte. Hier wie dort geht es um Emotionen, um Inszenierung - und auch um eine gewisse Komik. Einer, der es wissen muss, ist Thomas Philipzen. Darüber spricht der Storno-Kabarettist in einem Podcast.

Samstag, 20.02.2021, 12:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2021, 12:24 Uhr
Interview mit Thomas Philipzen: „Manchmal weiß man nicht mehr: Was ist jetzt Realität und was ist Satire?“
Thomas Philipzen unterhält sich mit Ulrich Schaper und Alexander Heflik für den Podcast "Sportlust". Foto: Screenshot

Die Sportszene und die Veranstaltungsbranche teilen momentan ein trauriges Schicksal: Nichts geht mehr. Und das wenige, was geht, findet ohne Publikum statt. Thomas Philipzen ist Kabarettist, Autor und hat viele Jahre lang die WN-Sportlerwahl moderiert.

Den meisten Münsteranern ist er durch den satirischen Jahresrückblick „Storno – die Abrechnung“ bekannt. Wir haben uns mit ihm unterhalten, weil er beides kennt – den Sport und die Bühne. Sport, das sagt er, sei das Spielfeld des gesellschaftlichen Miteinanders. Dabei haben Sport und die Bühne vieles gemeinsam: Emotionen, Inszenierung, Tragik und mitunter auch Komik.

Im sechsten Podcast von "Sportlust" spricht er darüber, wie sehr er das Publikum vermisst, wie es ihn frustriert, Bühnenshow für Bühnenshow für den Papierkorb zu produzieren, und wie wichtig Humor ist. Philipzen äußert seine Bedenken, dass Kabarettisten in den Medien immer häufiger zu Stichwortgebern des Weltgeschehens werden, und wünscht sich, dass auch sie sich häufiger trauen zu sagen: „Auch ich verstehe die Welt nicht mehr.“  

( Wenn Sie hier nicht den Podcast sehen, dann klicken Sie bitte auf diesen Link )

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