Rudern: Ergo-WM
Manuela Diening macht den Auftakt – Leonard Bührke den Abschluss

Münster -

In diesen fordernden Zeiten müssen Sportler ungewohnt Wege suchen, sich zu messen und messen zu lassen. Ruderin Jasmine Harrison überquerte in 70 Tagen den Atlantik, Manuela Diening und Leonard Bührke aus Münster bewegen sich kaum von der Stelle, wollen aber dennoch ebenfalls ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit rudern.

Montag, 22.02.2021, 16:58 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 19:41 Uhr
Manuela Diening
Manuela Diening Foto: Fuchs

Am Wochenende hat eine junge Britin ihren kleinen Rudertrip von North Yorkshire nach Antigua in der Karibik beendet. 4800 Kilometer in 70 Tagen. Kann man machen, muss man aber nicht. Allemal hat sich Jasmine Harrison nach ihrer ungewöhnlichen Seereise eine kleine Auszeit verdient, in den Starterlisten der am Dienstag beginnenden Ergo-Weltmeisterschaften taucht die 21-Jährige zumindest nicht auf – dafür gleich zwei Aktive des RV Münster. Im Gegensatz zu Harrison können Manuela Diening und Leonard Bührke bestens ausgeruht und austrainiert in den Wettkampf starten, der aus gegebenem Anlass für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein Heimspiel darstellt.

Manuela Diening macht den Auftakt

Die 28-jährige Manuela Diening ist gleich im ersten Rennen der fünftägigen Veranstaltung gefordert, wenn die Ergo-Weltmeisterin der Pararuderinnen ermittelt wird. Sieben Starterinnen gehen am Dienstag um 12.05 Uhr ins Rennen, zwei davon aus Deutschland. Neben Manuela Diening ist es die Grande Dame des deutschen Pararuderns, Sylvia Pille-Steppat aus Hamburg, die gleichzeitig zu den Titelanwärterinnen zählt – und die es demnach zu schlagen gilt. Herausforderin Diening hat sich in den vergangenen Monaten immer mehr angenähert, lag bei den nationalen Titelkämpfen vor Wochenfrist noch ganze drei Sekunden hinter der routinierten Vorruderin. Wenn also gegen 12.14 Uhr die Starterinnen – begleitet von Livekamera und elektronisch vermessen – nach 2000 virtuellen Metern über die Ziellinie gleiten, dann könnte es ganz eng werden im Kampf um die Platzierungen.

Platz unter den ersten fünf im Visier

„Es ist eine schöne Herausforderung. Ich hoffe mich noch einmal steigern zu können und noch weiter nach vorne zu fahren“, meint die Athletin. Heimtrainer Sebastian Fuchs, der dieses Mal auch vor Ort dabei sein wird, sieht durchaus Chancen, dass Manuela unter den ersten fünf sein wird: „In der offenen Qualifikation hat Manuela die drittschnellste Zeit gefahren, im Gesamtfeld der Qualifikationszeiten liegt sie derzeit auf Rang vier.“

Leonard Bührke muss bis Samstag warten

Manuela Diening eröffnet aus münsterischer Sicht diese Welttitelkämpfe im ersten WM-Rennen, am Schlusstag ist dann der zweite Teilnehmer aus Münster gefragt: Leonard Bührke findet sich auf der 52. von 56 Seiten in den Starterlisten und ist am Samstag um 13.52 Uhr im U-23-Wettbewerb gefordert. Und dann geht alles ein wenig schneller, deutlich kürzer und auch ein wenig weniger einsam als bei Ozeanbezwingerin Jasmin Harrison: Bührke vertritt zwar im Alleingang die deutschen Fahnen, muss sich aber mit 19 Konkurrenten aus aller Welt messen – und nach 500 Metern ist die Reise auch schon wieder beendet.

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