Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Neue Hürden für die WWU Baskets in den Playoffs

Münster -

Ein neues System für die Playoffs sorgt für Gesprächsstoff. Bei den WWU Baskets Münster, die noch um eine gute Ausgangsposition ringen, gibt es lobende Worte, aber auch durchaus nachdenkliche Überlegungen mit Blick auf die eigenen Ambitionen.

Montag, 22.02.2021, 18:10 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 19:40 Uhr
Philipp Kappenstein
Philipp Kappenstein Foto: Jürgen Peperhowe

Erst vor zwei Wochen bei den ART Giants Düsseldorf, nun bei den Iserlohn Kangaroos. Nachdem die WWU Baskets Münster zunächst in fremden Hallen ihre Probleme hatten, legten sie zuletzt auch auswärts zu. Okay, die Bilanz ist mit 4:5 immer noch negativ, der Trend aber zeigt eindeutig nach oben. „Wir haben zweimal in Folge gezeigt, dass wir bei starken Playoff-Teams gewinnen können. Das ist für uns ein ganz wichtiger Schritt, das hatten wir in der ganzen Saison noch nicht“, sagte Trainer Philipp Kappenstein nach dem intensiven 89:85 in Iserlohn.

Münster macht es sich bequem auf dem zweiten Platz der Nordstaffel, muss dafür aber Woche für Woche harte Arbeit verrichten in der ausgeglichenen Division, in der weiter um die Plätze in der Post-Season gerungen wird. In der werden die Karten Jahr für Jahr in den Playoffs neu gemischt – und in dieser Spielzeit sogar in einem neuen System: An die Stelle der bisherigen Best-of-three-Serie tritt ein Playoff-Gruppen-Modus, für den sich weiter die je besten acht Teams aus Nord und Süd qualifizieren. Die Mannschaften werden dann auf vier Gruppen verteilt, aus denen die beiden besten in die nächste Runde mit zwei neuen Vierergruppen kommen. Gespielt wird jeweils einmalig jeder gegen jeden – übrig bleiben vier Mannschaften, die dann im Halbfinale mit Hin- und Rückspiel die beiden Aufsteiger ermitteln. „Ich glaube, dass der neue Modus ein gutes Konstrukt ist, um die Saison termingerecht zu Ende bringen zu können. Das wäre in diesen schweren Zeiten ein Erfolg“, sagt Baskets-Manager Helge Stuckenholz.

Etwas mehr Raum

Durch die Anpassung des entscheidenden Saisonteils hat sich die 2. Bundesliga Pro B etwas Raum verschafft, um eventuelle coronabedingte Spielausfälle auffangen zu können. So liegt zwischen der ersten Gruppenphase mit den Partien am 27./28. März, 1. und 4. April sowie der zweiten mit Spielen am 16., 18. und 24./25. April eine Woche als Puffer.

Sportlich gesehen ist der Modus Neuland für alle. „Damit hat noch keiner Erfahrungen gemacht“, sagt Kappenstein, der nicht unbedingt Vorteile für seine Truppe sieht. „Für stärkere Mannschaften war das alte System besser. Es ist immer schwerer, ein gutes Team zweimal zu schlagen.“

Vorsichtige Orientierung

Stand jetzt – noch geben die schiefen Tabellen der beiden Staffeln nur eine grobe, vorsichtige Orientierung – würde Münster als Nord-Zweiter zunächst am Berg Fidel auf die White Wings Hanau als Süd-Siebten treffen, um dann nach dem Gastspiel bei den RheinStars Köln (Nord-Sechster) den Süd-Dritten Dresden Titans zu empfangen. Kappenstein: „Es ist immer möglich, auswärts zu verlieren. Daher ist das kein einfacher Modus, man kann schnell in eine Drucksituation geraten. Dazu kann es zu fiesen Dreiervergleichen kommen.“

Um diese zu vermeiden, gewinnt man einfach seine Partien – so wie es die aufstiegswilligen und daheim ungeschlagenen Baskets zuletzt in Düsseldorf und in Iserlohn getan haben.

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