Fußball: Beitragsrechnungen
FLVW-Präsident Walaschewski bittet um Entschuldigung

münster -

Obwohl aktuell nirgendwo im Amateurbereich Fußball gespielt wird, hat der FLVW Beitragsrechnungen verschickt. Das Präsidium des westfälischen Verbands hat für diesen Schritt, vor allem aber für die fehlende Ankündigung dessen, um Verständnis geworben.

Mittwoch, 24.02.2021, 17:05 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 10:53 Uhr
FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski
FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski Foto: FLVW

Vielleicht kam die Post vom Fußball- und Leichtathletik-Verband ein wenig unvermittelt in Corona-Zeiten, sie war aber doch wohl erwartbar wie ein Elfmeter nach Handspiel im Strafraum. Dass der FLVW in den vergangenen Tagen seine Beitragsrechnung auch während der Pandemie und des sportlichen Stillstands auf den Plätzen an seine Mitgliedsvereine verschickt hatte, stieß dennoch einigen Clubs sauer auf, zumindest „fragten einige nach“, wie Münsters Kreisvorsitzender Norbert Krevert schildert.

Hintergrund ist ein Schreiben von FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski, in dem er explizit um Entschuldigung bittet. „Was in normalen Jahren ein durchaus üblicher und erwartbarer Vorgang ist, hat in der Zeit der Corona-Pandemie eine besondere Brisanz. Dass der FLVW nicht vorab in einem gesonderten Schreiben auf den Einzug der Mitgliedsbeiträge und die Alternativen in der Bezahlungsweise hingewiesen hat, ist ein Kommunikationsversagen“, schreibt Walaschewski bemerkenswert offen und spricht davon, dass der vorbereitungslose Versand der Beitragsrechnung nicht dem Standard entspreche, „den wir uns selbst gesetzt haben“. Klar sei aber auch, dass Vereine ihre Mitglieder nicht beitragsfrei stellen können. Auch nicht in der aktuellen Zeit, die finanzielle Belastungen mit sich bringe.

„Nicht vergleichbar mit Spielabgaben“

„Mitgliedsbeiträge sind nicht mit Spielabgaben zu vergleichen, auf die wir natürlich verzichten, wenn kein Spielbetrieb stattfindet“, schrieb Walaschewski. Er kündigte an, die Beiträge erst im April einzuziehen und, sollte dadurch die Liquidität eines Vereins infrage gestellt werden, dass die Stundung des Beitrages möglich sei.

In der Finanzordnung des FLVW sind als Jahresbeiträge beispielsweise 2660 Euro für eine Oberliga-Mannschaft beziehungsweise 1995 Euro für die Westfalenliga, 1330 für die Landesliga, 995 in der Bezirksliga und 425 in der Kreisliga A aufgelistet.

„Die Rückfragen aus den Vereinen sind absolut legitim. Das ist ein sensibles Thema. Man hätte das vom FLVW wohl erst kommunizieren sollen, bevor die Beitragsrechnungen rausgingen“, sagt Krevert. „Da war die Reihenfolge nicht korrekt.“ Gleichwohl äußerte der münsterische Kreisvorsitzende Respekt für die Reaktion und die bewiesene Transparenz des FLVW-Präsidiums. „Keine Kritik unsererseits. Die meisten Vereine wissen ja um diesen ganz normalen Vorgang der Beitragsrechnungstellung.“

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