Jahreshauptversammlungen im Netz
SC Hansa und Borussia Münster als Vorreiter

Münster -

Aus und in der Not geboren, aber durchaus mit Ausdauer und Überlebenswillen ausgestattet. Der SC Hansa Münster und Borussia Münster haben als erste münsterische Clubs ihre Mitgliederversammlungen indie Cyberwelt verlegt – und erstmals digitale Vorstandswahlen über die virtuelle Bühne gebracht.

Freitag, 26.02.2021, 11:28 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 14:20 Uhr
Ein Blick in die erste Jahreshauptversammlung von Borussia Münster im Cyberspace.
Ein Blick in die erste Jahreshauptversammlung von Borussia Münster im Cyberspace. Foto: Borussia Münster

Der SC Hansa Münster hat es vorgemacht, die Borussia hat jetzt nachgezogen: Mitgliederversammlung in Coronazeiten – mit Abstand, mit hoher Beteiligung und sogar mit einer rechtskräftigen Wahl.

Neues Zeitalter aus der Not geboren

All das funktioniert in der virtuellen Welt, die längst nicht mehr parallel zum „echten“ Leben ihren Platz im Hier und Heute hat, sondern massiv beschleunigt von der Krise längst eine Kommunikations-Plattform darstellt, die diese Pandemie überdauern wird. Nachdem der Segelclub 100 von 700 Mitgliedern via Zoom ins virtuelle Clubheim an den Aasee geladen hatte, erreichte die digitale Mobilmachung der Borussia mehr als 1000 Mitglieder – rund 70 folgten am Montagabend der Einladung ins Teams-Meeting. „Operation geglückt“, zog Michael Schmitz ein rundum positives Fazit bei diesem Schritt in die Zukunft, der gleichzeitig der letzte des langjährigen Borussia-Vorsitzenden in seinem Amt war. 65 Mitglieder wählten den designierten Nachfolger Mortimer Behrendt an die Spitze – fast doppelt so viele wie bei Präsenz-Versammlungen der vergangenen Jahre.

„Im Vorfeld haben sich die Mitarbeiter der Geschäftsstelle viel Mühe damit gegeben, verlässliche Mail-Adressen herauszusuchen“, so Schmitz. Mit Erfolg: Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Einladungen per Mail verschickt, die verbliebenen etwa 70 Mitglieder der Borussen-Familie per Fahrradboten „ohne Portokosten“ versorgt, die Wahl dann mit dem kostenlosen Votes-Up-Tool des Landessportbundes durchgeführt. „Es geht also“, macht Schmitz auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Stadtsportbundes allen Vereinen Mut, diesen Schritt zu wagen.

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