Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Direktes Wiedersehen mit den Sixers: Chance zur Revanche für die Baskets

Münster -

Die Chance, sich für die 80:81-Niederlage zu revanchieren, kommt direkt. Nach dem Rückschlag am Freitagabend machten sich die WWU Baskets Münster am Samstag auf den Weg nach Sandersdorf, um am Sonntag (16 Uhr) ihre Rechnung mit den BSW Sixers zu begleichen. Eine Steigerung auf beiden Seiten des Feldes wird für das Unterfangen aber nötig sein.

Samstag, 27.02.2021, 14:28 Uhr aktualisiert: 27.02.2021, 14:52 Uhr
Marck Coffin erwischte mit den Baskets am Freitagabend nicht den besten Tag und verlor gegen die Sixers um Vincent Friederici (r.). Am Sonntag geht es zur Revanche nach Sandersdorf.
Marck Coffin erwischte mit den Baskets am Freitagabend nicht den besten Tag und verlor gegen die Sixers um Vincent Friederici (r.). Am Sonntag geht es zur Revanche nach Sandersdorf. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Marck Coffin drei Sekunden vor dem Ende strauchelte und den Ball aus seinen Händen verlor, wackelte einmal kurz die Sporthalle Berg Fidel. Philipp Kappenstein, Trainer der WWU Baskets Münster, hämmert seine Fäuste wuchtig gegen die Holzvertäfelung am Spielereingang, DJ Shimmy dürfte der Schreck in die Glieder gefahren sein. Der Frust und die Verärgerung über das 80:81 (39:40) der Baskets gegen die BSW Sixers mussten raus. Zu unnötig war das 80:81 (39:40) seiner Mannschaft gegen die BSW Sixers, die gleich zwei Serien der Baskets beendeten. Erstmals im zehnten Heimspiel verlor Münster, das zuvor fünf Partien am Stück gewonnen hatte.

Am Freitagabend aber reichte es nicht. „Weil wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben“, wie Jan König nach 40 intensiven Minuten feststellte. Die Baskets hatten nach dem guten Start (10:1, 12:3) zu verhalten gegen die Zone der Gäste gespielt, attackierten den Raum unter dem Korb zu selten und vertrauten auf ihr Wurfglück von außen. Doch das verließ sie nach dem starken Auftakt mit fünf Dreiern im ersten Viertel. „Wir haben gut begonnen, sind dann aber ein bisschen vom Gas gegangen und sind zu passiv geworden“, sagte Coffin einsichtig.

Schmikale cool von der Linie

Die sinkende Quote und die Passivität waren das eine, das schwache Rebound-Verhalten das andere. Schon in den ersten zehn Minuten kritisierte Kappenstein die Arbeit seiner Jungs unter dem Korb, seine Unzufriedenheit wuchs in der Folge noch mehr. Bis zur Pause schnappten sich die Gäste aus Sachsen-Anhalt neun Offensivrebounds, lagen in der Gesamtbilanz am Ende mit 46:33 vorne. „Wir haben ihnen zu viele einfache zweite Chancen gegeben“, sagte Kapitän König, dem sein Coach „ein großes Spiel“ attestierte. 21 Punkte, darunter die wichtigen Dreier zum 77:76 und 80:79, machten ihn zum Topscorer.

Doch in der finalen Spielminute fanden die Sixers (erst mit dem starken Vincent Friederici und dann mit Lucien Schmikale von der Linie nach einem zumindest nicht glasklaren Pfiff) zwei Antworten, die Münster drei Sekunden vor Schluss nicht mehr hatte. „Wir hatten zu viele Spieler, die außen vor waren“, erklärte Kappenstein, ohne dabei Namen zu nennen. Dass aber Coffin trotz seiner 16 Zähler wie Jasper Günther nicht seinen besten Tag hatte und auch Stefan Weß, Cosmo Grühn oder Helge Baues blass blieben, war nicht zu übersehen.

Jan König: „Müssen es besser machen“

Nein, das Kollektiv der Baskets war nicht so stark und entschlossen, wie etwa in den Partien gegen Itzehoe oder zuletzt in Iserlohn. „Wir müssen weiter- und es am Sonntag besser machen“, sagte König, der mit seiner Mannschaft schon am Sonntag (16 Uhr) die Möglichkeit zur Revanche bekommt.

Chance und Gefahr zugleich: Glückt den Baskets die Wiedergutmachung, halten sie sich die Sixers als derzeitigen Vierten in der Hauptrunde endgültig. Misslingt diese aber, droht mit Blick auf das dann folgende Duell gegen den Spitzenreiter Bochum gar der Sturz auf Rang vier, der in der Post-Season einen schwereren Weg bis in ein Finale vorsieht. „Wir wollen von den letzten drei Spielen so viele gewinnen, wie es geht“, meinte König.

Offensive „mutiger gestalten“

Am Samstagmittag ging es gen Osten, eine Portion Wut war mit an Bord – und das Vorhaben, in der defensiven Arbeit zuzulegen sowie die Offensive „mutiger zu gestalten“ (Kappenstein) – und damit verhindern, dass die Sixers ihren Spielstil erneut den Baskets aufzwingen. Gelingt den Münsteranern die erhoffte Steigerung auf beiden Seiten des Feldes, können sie zumindest für eine der beiden gerissenen Serien gleich wieder einen neuen Startschuss geben.

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