Basketball: 2. Bundesliga ProB
WWU Baskets ordnen die Verhältnisse in Bitterfeld

Bitterfeld -

Die Heimserie war nicht mehr zu retten, die hatten die BSW Sixers den Baskets am Freitag hauchdünn, aber nachhaltig verhagelt. Doch um eine prompte Antwort waren die Münsteraner nicht verlegen. Keine 48 Stunden nach der 80:81-Heimniederlage revanchierten sie sich mit einem klaren 75:60-Erfolg in der Fremde und rückten die Verhältnisse wieder zurecht.

Sonntag, 28.02.2021, 19:02 Uhr
Platz da: Jasper Günther zieht vorbei an Ole Sievers und war grundsätzlich kaum zu bremsen.
Platz da: Jasper Günther zieht vorbei an Ole Sievers und war grundsätzlich kaum zu bremsen.

Noch Fragen? Zwei Tage nach dem unglücklich verlorenen Heimspiel am Berg Fidel (80:81) sorgten die WWU Baskets am Sonntag bei den BSW Sixers mit einem 75:60 (32:36)-Erfolg für klare Verhältnisse. Philipp Kappenstein ließ am Sonntag seine bissigen Jungs von der Kette, sorgte mit einem intensiven und griffigen Defense-Vortrag für Dauerstress beim Gegner, auf den die Gastgeber am Ende keine Antwort hatten. „Das war die Reaktion, die gefordert war“, machte der Trainer nach getaner Arbeit seinen Frieden mit dem Wochenende. „Wir hatten viele intensive Einzelgespräche – und können nach beiden Spielen doch noch ein gutes Fazit ziehen. Im Team haben sich alle unterstützt und wir haben das Negativerlebnis vom Freitag überzeugend abgeschüttelt.“

Anlaufprobleme und Trefferflaute

Es gab gute und naheliegende Gründe, an diesem Sonntag etwas anderes zu versuchen, als noch am Freitagabend. Dass jedoch anfangs ausgerechnet die größte Stärke der Baskets aus dem Hinspiel nicht mehr zog, dürfte so gar nicht im Sinne des Erfinders gewesen sein. Hatten die Baskets ihrem Gegner vor allem aus der Distanz mächtig zugesetzt, ging die Dreierquote in fremder Halle zunächst dramatisch auf Talfahrt. Fünf der ersten neun Longdistance-Calls der Kappenstein-Crew landeten am Freitag im Ziel, am Sonntag fand gerade mal einer der ersten sieben Versuche seinen Weg, auch auf der Kurzstrecke und von der Linie punkteten die Baskets unter ihren Möglichkeiten. Doch die intensive Defense-Arbeit und die deutlich verbesserte Präsenz unter den Körben hielten Münster im ersten Viertel im Spiel.

Keine Besserung im zweiten Viertel

Bei der knappen Viertelführung von 18:17 bat Kappenstein zur ersten Lagebesprechung – konnte aber noch nicht zielführend auf sein Team einwirken. Im Gegenteil: Die Trefferquote rutschte bis zum Seitenwechsel komplett in den Keller. Ganze 14 Punkte gelangen im zweiten Viertel, die Gastgeber durften mit einem 36:32-Vorsprung zurück aufs Feld, wo jetzt mehr denn je Präzision gefragt war.

Günther dreht auf uns sorgt für die Wende

Jetzt trug die taktische Marschroute des Trainers Früchte. Der in allen Kategorien überragende Spielmacher Jasper Günther gab mit zwei frühen Dreiern die Richtung vor, sorgte für den schnellen Anschluss und die Wende (41:39) – und für geeignetes Anschauungsmaterial. Jan König, Thomas Reuter und Oliver Pahnke schrieben jetzt ebenfalls Dreierschritte auf die Anzeigentafel. Auch unter den Körben vorne wie hinten blieb das Baskets-Schwarz die dominierende Farbe.

Keine ruhige Sekunde für den Gegner

Mit einer 55:49-Führung gingen die Gäste in die Crunch-Time, in der sie die Hände an den Steuerseilen behielten. Die Baskets-Defense blieb ihre Linie treu und gönnte den Platzherren keine ruhige Sekunde. Münster ließ hinten wenig zu und sorgte vorne für regelmäßige Einschläge. Am Ende gab es an diesem Sonntag nichts mehr zu zittern.

Punkte: Günther (16), Coffin (13), Delpeche (13), Baues (9), Reuter (6), J. König (5), Weß (4), Grühn (4), Pahnke (3), Hänig (2)

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