Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets fiebern Kräftemessen mit Spitzenreiter Bochum entgegen

Münster -

Vor dem Spitzenspiel übergießen sich die beiden Trainer mit Lobeshymnen. Und es stimmt ja auch: Sowohl Tabellenführer VfL SparkassenStars Bochum als auch der Dritte WWU Baskets Münster, am Samstag Gastgeber des Duells, haben einiges zu bieten.

Freitag, 05.03.2021, 12:30 Uhr
Cosmo Grühn, der am Donnerstag 23 Jahre alt geworden ist, will mit den Baskets im Duell mit Spitzenreiter Bochum an die starke Leistung von Sandersdorf anknüpfen.
Cosmo Grühn, der am Donnerstag 23 Jahre alt geworden ist, will mit den Baskets im Duell mit Spitzenreiter Bochum an die starke Leistung von Sandersdorf anknüpfen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Antwort, die die WWU Baskets Münster nach dem 80:81 gegen die BSW Sixers zwei Tage später gegen den gleichen Gegner gaben, hat nicht nur Trainer Philipp Kappenstein imponiert. Auch sein Kollege Felix Banobre vom Spitzenreiter VfL SparkassenStars Bochum zeigte sich beeindruckt vom 75:60-Erfolg in Sandersdorf, mit dem sich die Baskets den dritten Hauptrunden-Platz in der Nordstaffel der 2. Bundesliga Pro B sicherten. „Wenn man sich bei Münster die Möglichkeit der Reaktion innerhalb einer kurzen Zeit zwischen zwei Spielen am vergangenen Wochenende anschaut, muss man festhalten, dass sie ein Kandidat für den Aufstieg in die Pro A sind. Ihre tiefe Rotation, die Qualität der Spieler, das Coaching und die aggressive Full-Court-Defense zeichnen sie genauso aus wie ihre starke Offensive“, stimmt Banobre vor dem Gipfeltreffen am Samstag (19 Uhr) am Berg Fidel eine kleine Eloge auf den westfälischen Konkurrenten an.

Es sind mehr als die handelsüblichen Floskeln, der gegenseitige Respekt ist groß. So spricht auch Kappenstein von der „konstantesten und personell am stärksten aufgestellten Mannschaft der Pro B“, die ein „sehr guter Gradmesser“ für die anstehende Playoff-Runde ist. „Bochum wird die Nord-Meisterschaft klarmachen“, meint Münsters Coach, der aber unbedingt eine erste kleine Feier der Ruhrpottler in der Baskets-Heimat verhindern will.

Bochum startet oft furios

Dafür gilt es, die als Blitzstarter bekannten Gäste um Spielmacher Niklas Geske, Johannes Joos (Kappenstein: „Beide haben absolut Pro-A-Niveau.“) oder den kürzlich verpflichteten Power Forward Noah Dickerson in ihrem Anfangselan einzubremsen. „Es ist bekannt, dass Bochum sehr aggressiv aus der Kabine kommt, sofort mit hoher Intensität spielt und viel auf Steals geht. Wir müssen gewappnet sein“, sagt Kappenstein. Im Hinspiel ließen sich seine Schützlinge überraschen, sie verloren auch wegen zehn Ballverlusten das erste Viertel mit 13:28 (Endstand 71:84). „Ich denke, dass wir diesmal gut darauf eingestellt sind und Bochum zum Nachdenken bringen können. Egal wie das Spiel ausgeht, das Auftreten mit der in Sandersdorf gezeigten Energie und Authentizität ist mir wichtig. Wir wollen sehen, wie nah wir an diesem Gegner dran sind. Auch mit dem Wissen, dass man sich in dem neuen Playoff-Modus durchaus noch ein- oder dreimal wiedersehen kann“, erklärt der 41-Jährige.

In das Kräftemessen zweier Aufstiegsanwärter geht Kappenstein personell unverändert, einzig Adam Touray (Innenbandriss im Knie) fehlt weiter. Doch auch ohne ihren Center wollen die Baskets erneut eine Replik geben und nicht um eine Antwort auf die ärgerliche Hinspiel-Niederlage verlegen sein.

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