Leichtathletik: Volksbank-Münster-Marathon
Michael Brinkmann: Entscheidung soll Ende Juni fallen

Münster -

Das war schon ein Schlag ins Gesicht für Michael Brinkmann. Münsters Marathon-Boss staunte am Montag nicht schlecht, als Hamburg seinen Termin für das nachzuholende Lauf-Event bekanntgab: 12. September 2021. Eben an jenem Tag, an dem eigentlich die Veranstaltung in Münster stattfinden soll.

Montag, 08.03.2021, 17:46 Uhr
Michel Brinkmann
Michel Brinkmann Foto: Pier

Michael Brinkmann musste im ersten Moment tief Luft holen, als am Montagnachmittag die Veranstalter des traditionellen Frühjahrsmarathons in Hamburg ankündigten, nun pandemiebedingt am 12. September an den Start gehen zu wollen. 12. September – da war doch was?

Am zweiten September-Wochenende soll in Münster die 19. Auflage des Volksbank-Münster-Marathons stattfinden, nachdem diese im vergangenen Jahr ausfallen musste. „Schade, zumal wir eine große Fangemeinde gerade aus Hamburg haben“, bedauerte Brinkmann die Terminkollision, die den münsterischen Cheforganisator unvorbereitet traf. Sein Hamburger Pendant, Frank Thaleiser, hatte früh auf die Absage der 35. Auflage in der Hansestadt reagiert und sich mit der Stadt Hamburg auf einen neuen Veranstaltungstermin verständigt.

Irritationen machte Brinkmann vor allem daran fest, dass möglicherweise Läuferinnen und Läufer, die sonst im Frühjahr in Hamburg dabei wären, nun in Münster absagen könnten. Wobei Brinkmann bei allem Unverständnis relativiert: „Wir befinden uns ja mitten in der Pandemie. Wer weiß schon, wann wieder mit großen Menschenaufläufen gerechnet werden kann.“

Die Münsteraner haben sich jedenfalls den 30. Juni als „Deadline“ gesetzt. Bis dahin soll eine Entscheidung, ob der 19. Volksbank-Münster-Marathon in diesem Jahr stattfindet, definitiv fallen. „Bis dahin werden wir mit allen an der Organisation Beteiligten gesprochen haben“, kündigte Brinkmann Verhandlungen mit der Stadt, den Ordnungskräften und den Genehmigungsbehörden an.

Derweil fährt der Münster Marathon e.V. seinen Betrieb wieder auf Volllast. Die zwischenzeitliche Kurzarbeit für die hauptberuflichen Mitarbeiter ist ausgesetzt, Gespräche mit Sponsoren werden intensiviert. „Wir greifen nach jedem Strohhalm, den uns die Landesregierung und der Pandemieverlauf reichen“, betont Brinkmann und verweist auf das überarbeitete Hygienekonzept, das dem Marathon zugrundeliegen könnte.

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