Basketball: WWU Baskets Münster
Schokoguss ohne Kuchen für die jungen Talente

Corona hat dem Sport mächtig zugesetzt. Gerade im Jugendbereich sind die Folgen fehlender Einheiten und Spiele noch gar nicht absehbar. Für die Talente der WWU Baskets ist das mitunter ein hartes Brot, nur das Training allein mit dem Zweitligateam oder sporadische Einsätze reichen eben nicht.

Dienstag, 16.03.2021, 17:44 Uhr
Lorenz Neuhaus bei seinem Kurzeinsatz in der Pro B, ihm und seinen Mitspielern Benedikt Christoffel und Max Schell fehlen die Einsätze in der Reserve und der Nachwuchs-Bundesliga.
Lorenz Neuhaus bei seinem Kurzeinsatz in der Pro B, ihm und seinen Mitspielern Benedikt Christoffel und Max Schell fehlen die Einsätze in der Reserve und der Nachwuchs-Bundesliga. Foto: Jürgen Peperhowe

agMünsterDiese Zweitliga-Spielzeit ist für das Nachwuchstrio in Reihen der WWU Baskets wie die Sahne ohne Eis, wie der Schokoguss ohne Kuchen – oder eben wie eine Nachspielzeit ohne reguläre Spielzeit. ­Lorenz Neuhaus, Benedikt Christoffel und Max Schell trainieren regelmäßig mit den erfahrenen Zweitligakollegen, stehen mitunter im Spieltagskader und sammeln sogar in homöopathischen Dosen Spielanteile. „Das ist gut für sie, aber eben nicht so, wie es sein sollte“, sagt Baskets-Coach Philipp Kappenstein. „Geplant war das anders. Mit Kurzeinsätzen bei uns hätten sie sich belohnen sollen für die Spiele in der NBBL oder in der Regionalliga. Da hätten sie bei Christoph (Schneider) und Attila (Göknil) die optimale Ausbildung und die nötige Wettkampfpraxis bekommen.“ Beide Spielzeiten mussten bekanntermaßen ersatzlos gestrichen werden, und „das sind Spiele, die sehr fehlen“, so Kappenstein. „Der Sprung ist wirklich groß zur Pro B – und in unserem Kader sind die drei im Moment eben die Nummern 13, 14 und 15. Wir ­haben mit Jasper Günther, Oli Pahnke und Cosmo Grühn ohnehin junge Spieler, die wir aufbauen – und der Kader ist so groß, dass es schwer genug ist, allen ihre Minuten zu geben.“

Für das Nachwuchstrio bleiben damit bestenfalls Blitzeinsätze. „Und wenn es da einmal nicht optimal läuft, was durchaus normal ist und passieren darf, dann gibt es keine Gelegenheit, sich das Selbstbewusstsein mit 30 Minuten in der NBBL oder in der Reserve zurückzuholen.“

Mit diesem Problem stehen die Baskets nicht allein, auch bei der Konkurrenz stagniert die Entwicklung der größten Talente, „das sieht man in der Saison sehr deutlich an den Ergebnissen von Bernau und Rist-Wedel, die sehr auf den Nachwuchs bauen.“ Kappenstein ist allerdings optimistisch, dass „seine“ Jungs die Corona-Lücke werden auf- und nachholen können: „Ich bin zuversichtlich, dass sie dranbleiben. Im Training sind sie ohnehin voll akzeptiert.“ Immerhin, so Kappenstein, „haben alle auch schon ihren Punkt in dieser Saison ­machen können.

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