Fußball: Regionalliga West
Wegkamp fehlt Preußen zweimal – aber Langlitz kann auch Mittelstürmer

Münster -

Gerrit Wegkamp fehlt den Preußen voraussichtlich zweimal mit einer Muskelverletzung. Das ist bitter. Doch spätestens seit dem 2:0 gegen Wuppertal am Mittwoch ist klar, dass die Münsteraner mit Alexander Langlitz eine weitere Alternative für die Sturmmitte haben.

Donnerstag, 25.03.2021, 18:15 Uhr aktualisiert: 25.03.2021, 22:09 Uhr
Gerrit Wegkamp (kleines Bild Mitte) musste verletzt raus, sein Vertreter Alexander Langlitz (2.v.l.) jubelte aber später.
Gerrit Wegkamp (kleines Bild Mitte) musste verletzt raus, sein Vertreter Alexander Langlitz (2.v.l.) jubelte aber später. Foto: Jürgen Peperhowe

Arm in Arm gingen Alexander Langlitz und Kevin Rodrigues Pires vom Feld. „Komisch, dass wir nie für Preußen zusammengespielt haben“, sagte der Top-Torschütze der Münsteraner. Für Schalkes Knappenschmiede, Essen und Lotte standen die beiden gemeinsam auf dem Rasen. Doch als Rodrigues Pires den SCP im Sommer Richtung Wuppertaler SV verließ, kam Langlitz erst zurück an die Hammer Straße. Nach dem 2:0 des SCP gegen die Ber­gischen war der 30-jährige Routinier obenauf. Selbst getroffen, mit dem Team die Serie auf elf unbesiegte Partien ausgebaut – da waren auch ein paar lockere Sprüche drin. „Ich habe ihm erklärt, wie Fußball funktioniert“, sagte der Preuße grinsend. Sein Kumpel ging ­traurig in die Kabine, ebenso Marco Königs, der vor der Saison denselben Weg eingeschlagen hatte und an alter Wirkungsstätte ebenso blass blieb. Sportchef Stephan Küsters, der dritte ehemalige Münsteraner, bekam seinen erhofften Punkt auch nicht.

Für die Hausherren geht es dagegen weiter aufwärts. „Wir müssen sehen, wo wir im August standen. Die Hinrunde brauchten wir, um uns zu finden. Es dauert eben, bis alles läuft“, sagte Langlitz. „Jetzt macht es richtig Spaß.“ RW Essen schwächelt zwar aktuell massiv (1:2 bei Schlusslicht RW Ahlen am Mittwoch), Spitzenreiter Borussia Dortmund II hingegen ist stabiler denn je. Der SCP spielt wohl sein eigenes Spiel. Aber das höchst erfolgreich. Samstag (14 Uhr) geht es gegen den Bonner SC schon weiter, Mittwoch (19.30 Uhr) kommt der SV Straelen zum Finale des Heimspiel-Dreierpacks. „Für uns Profis ist so was das Beste“, sagt Langlitz.

Zielspieler gesucht

Ihn hatte Trainer Sascha Hildmann nach der Verletzung von Gerrit Wegkamp in die Sturmspitze beordert. Geholt als Rechtsverteidiger, umgeschult zum offensiven Flügelmann und jetzt zen­traler Angreifer. „Ich brauchtevorne einen Zielspieler, der auch mal mit dem Kopf hingeht“, meinte der Coach. Joel Grodowski, der ja auch schon auf der Position gespielt hatte, blieb außen, dort aber im Abschluss glücklos und vielleicht am Ende etwas zu eigensinnig. „Er ist halt doch Stürmer, mir ist eine persönliche Zielsetzung, wie ein Tor zu schießen, lieber“, sagte Hildmann gnädig. Ein Extralob verteilte er noch an Nicolai Remberg und Dennis Daube, und in der Endphase verhalf er Deniz Bindemann (Jahrgang 2003) zur Premiere. „Schön, wenn so was an einem solchen Abend auch mal geht.“

Hoffnung auf das Top-Spiel

Bliebe die Frage nach Wegkamp. Das MRT ergab am Donnerstag eine Einblutung sowie eine kleine Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel. Zehn Tage Pause sind wohl unausweichlich. Im Top-Spiel gegen die BVB-Reserve am 7. April soll der Torjäger wieder fit sein. Gegen Bonn und Straelen müssen also andere ran. Mit Langlitz, Grodowski oder Bindemann stehen ja Alternativen bereit.

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