Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets Münster legen dicken Grundstein gegen Bayern München II

Münster -

Die WWU Baskets Münster stürmten in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B mit einem 75:52 (46:25)-Sieg über die Zweite des FC Bayern München in die Playoffs. „Wir haben es geschafft, den Gegner zu beeindrucken“, sagte Coach Philipp Kappenstein zufrieden.

Sonntag, 28.03.2021, 17:28 Uhr aktualisiert: 29.03.2021, 12:58 Uhr
Nicht nur die Spielkleidung hielt: Malcolm Delpeche (M.) und die WWU Baskets bestanden zum Auftakt der Playoffs den Härtetest und setzten sich souverän durch.
Nicht nur die Spielkleidung hielt: Malcolm Delpeche (M.) und die WWU Baskets bestanden zum Auftakt der Playoffs den Härtetest und setzten sich souverän durch. Foto: Jürgen Peperhowe

Die letzten Liga-Enttäuschungen hakten die WWU Baskets Münster direkt zum Playoff-Auftakt ab und hoben ihre Vorstellung auf ein neues Level: Mit einem phasenweise spektakulären Kampfwirbel unter den Körben erreichten die abwehrstarken Basketballer den 75:52 (46:25)-Sieg über die Zweite des FC Bayern München und legten einen tragfähig dicken Grundstein für ein Weiterkommen in der Saisonfortsetzung der 2. Bundesliga Pro B.

Den Youngsters des deutschen (Fußball-)Vorzeigevereins mag die Zukunft gehören – die Gegenwart stellt ihnen noch zu happige Aufgaben. Die routinierteren Baskets sorgten extrem konzentriert und bestens eingestellt für unlösbare bayrische Probleme. In Berg Fidel wirkte der Süd-Sechste, das beste Defensiv-Team dieser Staffel, beeindruckt, nervös, genervt und lange Zeit ratlos. Eine nur 36-prozentige Feldwurfquote – Münster schaffte 54 Prozent – ist ebenso ein Beleg wie der verlorene Reboundvergleich (28:35). Dass FCB-Coach Andreas Wagner schon zeitig begann, Einzelne lautstark zusammenzufalten, sprach Bände.

Leise ist Baskets-Coach Philipp Kappenstein auch selten, aber seine Stärke ist das konstruktive Coaching. „Wir haben es geschafft, den Gegner zu beeindrucken. Defensiv war das super von uns. Alle Mann waren sofort voll da“, sagte der Sieger, der Bayerns Attackenansätze exakt ermittelt und einen Defensivplan dagegen entworfen hatte. Den zu befolgen, steht und fällt immer mit der absoluten Bereitschaft. Und die war beispielhaft. „Wir haben auch den Dreh bekommen, als wir in einer schwierigen Phase waren. Das muss in den Playoffs so sein. Da gibt es keine Entschuldigung.“ Mit 23 Punkten Differenz zu gewinnen, ist ein zusätzlicher Vorteil. Donnerstag kommen die TKS 49ers aus dem brandenburgischen Stahnsdorf, die ihren Auftakt mit 61:85 in Coburg verloren.

25:10 und 21:15 gingen die ersten Viertel an die Gastgeber, die unterm eigenen Korb den Raum verriegelten und aggressiv zupackten. Gut, dass das Spielleitduo Marko Petricevic/Sameh Farho den fairen Kampf auf beiden Seiten nicht abbremste. In Minute vier trafen die Gäste zum 1:7 erstmals. Die hart verteidigenden Baskets trafen nach sicher durchgezogenem Passspiel zuverlässig. Es gab einige glänzend gespielte Kombinationen – und Männer von der Bank wie Thomas Reuter prägten wichtige Phasen.

Er und der andere 29-Jährige ragten heraus: Marck Coffin trug die Verantwortung und klaute den Bayern zudem fünfmal den Ball. Coffins Dreier-Buzzer und Reuters Fünf-Punkte-Doppelschlag zeigten viertelübergreifend Wirkung. Bis zur Pause sorgte FCB-Aufbau-Ass Erol Ersek für elf der 25 Gästepunkte. Insgesamt schuftete der 21-jährige Österreicher oft wie ein Solo-Selbstständiger, dem die Kollegen nicht wirklich folgen konnten.

Auch ein kleiner Gäste-Lauf im insgesamt dünneren dritten Viertel (11:13) war schnell beendet. Die Baskets traten durch Reuter mal auf die Tempobremse und hielten die Fehlpassquote im Rahmen. Weil auch von den eingewechselten Spielern wie Kai Hänig und Oliver Pahnke die gewünschte Spur gehalten wurde und Jan König die zweiten Bälle holte, blieb der Vorsprung deutlich.

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