Fußball: Amateursaison
FLVW lässt weiter viele Fragen offen – die Tendenz ist aber deutlich

Münster -

Die Saison 2020/21, da sind sich fast alle einig, ist nicht mehr zu retten. Dennoch wird es keine vorzeitige Annullierung geben. Abwarten ist das Gebot der Stunde. Das wurde auf der Online-Konferenz des FLVW am Montagmittag deutlich.

Montag, 29.03.2021, 19:12 Uhr aktualisiert: 29.03.2021, 19:14 Uhr
FLVW-Chef Gundolf Walaschewski favorisiert eine Annullierung der aktuellen Saison.
FLVW-Chef Gundolf Walaschewski favorisiert eine Annullierung der aktuellen Saison. Foto: /Inderlied

Einen vorzeitigen Saisonabbruch im Amateur-Fußball wird es nicht geben. Das unterstrich das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) am Montag im Rahmen einer Video-Konferenz. Satzung und Spielordnung im Westdeutschen Fußballverband (WDFV) sehen das nicht vor, schreiben aber eine einheitliche Handhabung in Westfalen, Mittel- und Niederrhein vor. Was aber näher rückt, ist eine Annullierung. Nämlich in dem Fall, wenn die Spielzeit nicht mehr gewertet wird, weil die erforderlichen 50 Prozent der Spiele in den einzelnen Ligen nicht erreicht werden können. Eine Lösung, die Gundolf Walaschewski, daraus machte der FLVW-Präsident keinen Hehl, persönlich als „sinnvoll und gerecht“ ansieht. Bei der Annullierung gibt es keine Auf- und Absteiger, bei einer Wertung hingegen wohl. Zunächst aber heißt es, bis zum 18. April und die Pandemie-Entwicklungen abzuwarten. Die Saison endet unwiderruflich am 30. Juni.

Westfalenpokal hat Vorrang

Der Westfalenpokal hat beim FLVW Vorrang. Bis zum 30. Juni müssen die beiden Teilnehmer für den DFB-Pokal gemeldet werden. Im laufenden Wettbewerb sollen das der Sieger des Endspiels sowie der beste Regionalligist sein, der im kommenden Jahr durch den besten Oberligisten ersetzt wird. Sollte es 2020/21 keine Wiederaufnahme im Westfalenpokal geben, wird der vermeintliche „Sieger“ unter den sich noch im Wettbewerb befindenden Mannschaften ausgelost.

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„Wir müssen jede Staffel separat betrachten. Es gibt in diesem Jahr keine Pauschal-Regelung. Und es wird kein einheitliches Datum für alle geben. Vielmehr müssen wir sehen, was ab dem 19. machbar ist“, sagte FLVW-Vize Manfred Schnieders. Bei kleineren Kreisligen wie in Münster ist die theoretische Aussicht auf Saisonfortsetzung länger gegeben als in der Oberliga, die bei elf Spieltagen wohl als erste Klasse auf eine Annullierung zusteuert – und dann für 2021/22 wohl auf zwei Staffeln. Als noch verfügbare Termine stehen die Wochenenden sowie die Feiertage im Mai zur Verfügung. Wochenspieltage, so Schnieders, sollten nur im Notfall und bei räumlicher Nähe der Teams einbezogen werden.

Saisonstart am 15. August

In die Überlegungen eingeschlossen ist auch die kommende Saison. Die soll am 15. August im Senioren-, eine Woche später im Junioren-Bereich beginnen. „So haben wir nach hinten noch Luft“, betonte Schnieders.

Bei den Leichtathleten wird der Mai/Juni anvisiert, um in die Wettkampf-Saison zu starten. Bei einer zu erwartenden Terminenge im zweiten Halbjahr bat FLVW-Vize Leichtathletik Peter Westermann mit Hinweis auf ausfallende Events um Verständnis: „Wir werden Verzicht leisten müssen, aber auch alles tun, um vorbereitet zu sein.“ Was auch für den Fußball gilt.

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