Volleyball: Bundesliga Frauen
Helo Lacerda und Adeja Lambert verlassen den USC Münster

Münster -

Die Zeichen standen schon etwas länger auf Trennung, nun machte der USC Münster seine ersten beiden Abgänge offiziell. Der Volleyball-Bundesligist setzt die Zusammenarbeit mit Adeja Lambert und Helo Lacerda nicht fort, beide Angreiferinnen verlassen nach einem enttäuschenden Jahr den Berg Fidel wieder. Die Amerikanerin ist bereits abgereist, Helo dagegen verweilt noch ein paar Wochen in der Stadt.

Dienstag, 30.03.2021, 11:24 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 12:08 Uhr
Verlassen nach nur einer Saison den USC: Das amerikanisch-brasilianische WG-Duo Adeja Lambert (l.) und Helo Lacerda.
Verlassen nach nur einer Saison den USC: Das amerikanisch-brasilianische WG-Duo Adeja Lambert (l.) und Helo Lacerda. Foto: Peter Leßmann

Die ersten personellen Entscheidungen beim USC Münster sind nach dem enttäuschenden Aus in der Hauptrunde gefallen. Weder mit Adeja Lambert noch mit Helo Lacerda setzt der Volleyball-Bundesligist die Zusammenarbeit fort, die auslaufenden Verträge des Angriffsduo verlängert der Club nicht. „Es war für beide eine Saison mit unerwartetem Verlauf. Beide haben aus unterschiedlichen Gründen nicht so häufig gespielt, wie sie es erwartet hatten. Trotzdem haben sie sich stets vorbildlich verhalten und das Team durch ihre Persönlichkeiten auf und neben dem Platz bereichert“, gibt Ralph Bergmann, derzeit noch Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion, dem Duo warme Worte mit auf den Weg.

Lambert, die bereits am Dienstag von Frankfurt nach Chicago und von dort weiter zu ihrer Familie ins nahe gelegene Rockford reiste, kam im vergangenen Sommer an den Berg Fidel. Münster war nach dem finnischen Europapokal-Teilnehmer Pölkky Kuusamo ihre zweite Station in Europa, bei der sie hinter ihren Erwartungen blieb und nicht in die Fußstapfen der abgewanderten Nationalspielerin Lina Alsmeier (nun Schwerin) zu treten vermochte. Im Groll aber verlässt die 25-Jährige, die im Alter von elf Jahren mit Volleyball begonnen hatte, den USC nicht. „Ich bin sehr dankbar dafür, die Gelegenheit gehabt zu haben, hier in Münster zu spielen. Unter den gegebenen Umständen in der Corona-Pandemie war es doch noch eine ganz gute Zeit für uns Profisportler“, sagt Lambert, die sich mit ihrem Berater nun auf die Suche nach einem neuen Verein begibt. „Ich würde gerne weiter in Europa spielen.“

Helo in der Rolle des Pechvogels

Dies möchte auch Helo, die in der abgelaufenen Spielzeit die Rolle des Pechvogels übernommen hatte. Zunächst plagte sich die Brasilianerin, die mit Lambert in einer WG an der Warendorfer Straße lebte, mit Knieproblemen herum und war zu Saisonstart nicht bei 100 Prozent. Im Januar folgte dann ein Schock, als sich die 30-Jährige in Stuttgart die Achillessehne riss. Um diese Verletzung auszukurieren, bleibt die Diagonalangreiferin aus Belo Horizonte bis Mai in Münster, ehe sie in Frankreich – dort spielte Helo vor ihrer Zeit in Münster – oder in Kroatien Urlaub machen will. „Und dann schaue ich, was auf mich zukommt. Ich möchte in Europa bleiben und Volleyball spielen, dazu nebenher mein Sportstudium wieder aufnehmen“, sagt Helo, die ihr Jahr beim USC als „ein Auf und Ab“ bezeichnet. „Ich hoffe, ich konnte der Mannschaft in den wenigen Spielen, bei denen ich dabei war, helfen.“

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