Aktion „Münster zum Mond“
Symalla und Burkötter machen mit dem Rolli richtig Meter

Münster -

Johannes Symalla und Stefan Burkötter hat der Ehrgeiz gepackt. Sie sind bei der Aktion „Münster zum Mond“ eifrig im Rennen. Allerdings auf ihre Weise. Mit dem Rollstuhl lassen sich richtig Meter machen. Und fit bleibt das Duo, das einst erfolgreich Rolli-Basketball spielte, so auch.

Dienstag, 30.03.2021, 12:00 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 12:10 Uhr
Stefan Burkötter mit Hund
Stefan Burkötter mit Hund Foto: Privat

371 521 Kilometer – Münster beamt sich mit Hilfe der Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) zum Mond. Alles ist erlaubt bei der zweiten Challenge nach „Münster läuft um die Welt“. Joggen, Fahrrad fahren, Inlineskaten – oder mit dem Rollstuhl in Coronazeiten Sport treiben. Nichts ist unmöglich. Das beweisen zwei ehemalige „Rolli“-Größen im UBC Münster eindrucksvoll: Johannes Symalla und Stefan Burkötter. Beide machen trotz ihres Handicaps viele Meter die Woche.

„Ich muss was tun, will fit bleiben“, sagt der 49-jährige Symalla. Alle zwei bis drei Tage, je nach Wetterlage, macht er sich auf den Weg zu seinem Fitnessstudio, um sich dort bei einem Ernährungsberater nach 5,2 Kilometern mit einem Proteinshake zu belohnen. Kraft tanken für den Rückweg nach Mauritz. „Meine Nichte hat mich auf die Aktion gebracht“, sagt er. Seit Ende Februar ist der Frührentner dabei, nutzt die Fahrrad- und Gehwege. Und kurbelt die Verbrennungsmaschine mächtig an – 800 Kalorien kommen da schnell zusammen. Das geht in die Arme. „Aber das bin ich gewohnt.“

Gefürchteter Korbjäger

 Mehr als 35 Jahre gehörte er der Rollstuhl-Abteilung des Universitäts-Basketball-Clubs an. 25 Jahre als Spieler und gefürchteter Korbjäger, zehn Jahre als Trainer. 2009 wurde er mit seiner Truppe Zweitliga-Meister – auf den Aufstieg ins Oberhaus verzichtete Münster damals. Große Zeiten.

Die hat auch Burkötter hinter sich. Der Jugend-Europameister war Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre Teil einer „goldenen UBC-Generation“, wie er sagt. Zweimal Vizemeister in der Bundesliga, international mit dem Uni-Verein unter den besten acht in Europa – das ging unter die Haut. Auf die faule legt er sich mit inzwischen 54 Jahren darum nicht. „Ich bin motivierter denn je“, verrät er. Mit seinem adaptierten Sport-Rollstuhl macht er zusammen mit seiner Frau Katrin und Hündin Rosa viele Touren aus Wolbeck raus.

„Tolle Abwechslung“

Manchmal zweimal am Tag. Dann, wenn es ihn mal wieder überkommt und er das Handbike aus der Garage kramt. Jüngst ging es raus in Richtung Hohe Ward. „Das ist eine tolle Abwechslung, und es macht Spaß, die Beiträge anderer Teilnehmer zu sehen“, sagt der begeisterte Alpin-Ski-Fahrer. Er und Symalla sind auf den Geschmack gekommen.

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