City-Triathlon und Freiwasser-DM
Tri Finish und SGS glauben an ihre Großveranstaltungen im Juni

Münster -

Noch ist die Hoffnung groß, dass der 13. Sparda-Münster-City-Triath­lon und die Premiere der Internationalen Deutschen Freiwasser-Meisterschaften Ende Juni über die Bühne gehen können. Bei den Planungen gehen die Veranstalter Tri Finish und die SGS Münster Hand in Hand.

Dienstag, 30.03.2021, 19:58 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 20:01 Uhr
Das Hafenbecken als Ort sportlicher Höchstleistungen. Markus Schnermann, Hans-Martin Botz, Quentin Staudinger
Das Hafenbecken als Ort sportlicher Höchstleistungen. Markus Schnermann, Hans-Martin Botz, Quentin Staudinger

Ein kleiner Sommerbote: 22 Grad, Sonne – Münster sagt Ende März der kalten Jahreszeit „Adjus“, wie es up Mönsterlänner Platt so schön heißt. Vor den Stadtwerken tummeln sich die Skater, am Hafenbecken reckt eine überschaubare Anzahl an Sonnenhungrigen das Näschen in den blauen Himmel. „So kann es bleiben“, sagt Holger Fritze.

 Der Chef-Organisator des Sparda-Münster-City-Triath­lons unter Regie von Tri Finish hat zum Pressetermin gebeten. Eine willkommene Abwechslung in Zeiten digitaler Videokonferenzen. Vereinskollege Quentin Staudinger, Markus Schnermann, Vorsitzender des SGS Münster, und Hans-Martin Botz (Sportlicher Leiter der SGS) folgen – beide Vereine kooperieren mit Blick auf den Dreikampf am 27. Juni und die vorgeschalteten Internationalen Deutschen Freiwassermeisterschaften (24. bis zum 26. Juni) im und um das schmucke Hafenbecken.

„Das hat durchaus Potenzial für einen sportlichen Leuchtturm“, wagt Fritze den Blick in die Zukunft. Die derweil ungewiss ist. Noch ist zweifelhaft, ob die beiden Events in knapp drei Monaten in der Pandemie mit täglich steigenden Infektionszahlen überhaupt stattfinden können. Sicher scheint aktuell nur, dass Zuschauer wohl außen vor sein werden.

„Auch wir sind auf das Schlimmste vorbereitet“, gesteht Schnermann, aber: „Wenn wir das Okay bekommen, ziehen wir das gemeinsam durch.“ Der SGS-Boss stellt seinen Aktiven seit Anfang März Schnelltests zur Verfügung – und ist eine Art Vorreiter im Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Beim Wettkampf am vergangenen Wochenende in Bochum wurden sogar Athleten aus anderen Vereinen unter Aufsicht des Gesundheitsamtes mit münsterischer Unterstützung gecheckt. „Großartig war das“, sagt Botz. Inzwischen gibt es neben dem Testcenter am Ostbad, wo jüngst auch die Leistungsruderer untersucht wurden, eine zweite Einrichtung am Freibad Coburg.

Jene Schnelltests könnten unter Umständen ein Rettungsanker für die beiden Großveranstaltungen mit etwa 2100 Teilnehmern sein (1300 Triathlon, 800 Freiwasser-DM). „Das wird organisatorisch eine Herausforderung“, weiß Fritze, zumal die vielen Starter binnen kurzer Zeit getestet werden müssen. Bei Tri Finish und der SGS wollen sie diese annehmen. „Ich bin optimistisch. Für die Stadt sind diese Events ein Imagegewinn“, ist sich Botz sicher.

Das Teamwork macht Sinn. Material und Kosten können geteilt werden. Auch die Sponsoren sind mitunter auf beiden Seiten engagiert. „Wir drücken fest die Daumen und unterstützen die Macher, so gut es geht. Der Schutz vor Corona für Sportler, Helfer und möglicherweise Besucher muss aber an erster Stelle stehen“, schreibt Lydia Kroll von der Sparda-Bank in einer persönlichen Nachricht.

Im April 2020 wurde die 13. Auflage des Triathlons gecancelt. In diesem Jahr scheint die Hoffnung groß, die zwei Höhepunkte im sportlichen Terminkalender durchführen zu können. Gemeinsam glauben, gemeinsam hoffen: Tri Finish und die SGS packen es an. Wie sagte einst Automobilpionier Henry Ford: Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.

  • Am Donnerstagabend öffnet das Anmeldefenster in Sachen Triathlon für die breite Masse. Freigeschaltet wird um 18 Uhr. Bislang haben sich 500 Teilnehmer angemeldet.
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