Fußball: Regionalliga West
Preußen Münster bezwingt Straelen 3:1, nimmt aber Sorgen mit in die Kabine

Münster -

Die Serie des SC Preußen Münster hält. Am Mittwochabend gewann der Fußball-Regionalligist gegen den SV Straelen mit 3:1 (2:1) und ist damit nun 13 Spiele ohne Niederlage. Debütant Deniz Bindemann mit seinem Premierentreffer und Alexander Langlitz mit einem Doppelpack erzielten die Tore für den SCP, der aber auch Sorgen um Dennis Daube mit in die Osterpause nimmt.

Mittwoch, 31.03.2021, 22:22 Uhr aktualisiert: 31.03.2021, 22:25 Uhr
Fußball: Regionalliga West: Preußen Münster bezwingt Straelen 3:1, nimmt aber Sorgen mit in die Kabine
Glückwünsche an den Torschützen: Lukas Frenkert (l.) gratuliert Deniz Bindemann, der mit seinem ersten Regionalliga-Treffer für den SCP ausglich. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein früher Rückstand bremste den Preußen-Zug im Nachholspiel gegen den SV Straelen nicht aus. Unter Flutlicht trat Münster erneut wie ein Top-Team auf. Das 3:1 (2:1) brachte die 13. Partie ohne Pleite am Stück , aber auch zwei Hiobsbotschaften vor dem Kracher gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund II.

Doppeltorschütze Alexander Langlitz (inzwischen elf Saisontreffer) fehlt dann gelbgesperrt, Mittelfeldchef Dennis Daube womöglich verletzt. „Wir haben etwas gebraucht, um reinzukommen, hatten aber trotzdem gute Möglichkeiten und haben mit viel Aufwand die Wende geschafft“, sagte Trainer Sascha Hildmann.

24. Spieltag, Saison 2020/21: SC Preußen Münster - SV Straelen

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  • Tor durch Bindemann gegen Torwart Robin Udegbe

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Remberg gegen Jelle van Benthem

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Remberg gegen Kaito Mizuta

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Daube verletzt sich. Er wird später ins Krankenhaus mit Verdacht auf Halswirbelverletzung gebracht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Daube (hier mit Arzt Tim Hartwig)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Langlitz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Borgmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hildmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hoffmeier gegen Ole Päffgen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Trainer Hildmann

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  • Ole Päffgen mit Fallrückzieher gegen Scherder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kopfball Borgmann gegen Sem Emilio de Wit

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Langlitz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Langlitz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bindemann gegen Sam Emilio de Wit

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  • Langlitz gegen Jelle van Benthem

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hoffmeier gegen Jannis Kübler

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mauer mit Hoffmeier, Schwadorf, Holtby, Erdogan, Borgmann, Frenkert und Remberg

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  • Grodowski gegen Jelle van Benthem

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  • Langlitz gegen Kino Delorge

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  • Niemeyer mit Erdogan

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  • Niemeyer mit Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niemeyer

    Foto: Jürgen Peperhowe

Die Hausherren kamen tatsächlich nicht direkt in Wallung.  Zunächst mussten sie  ein paarmal schlucken bei mutigen Aktionen des Neulings. Startelf-Comebacker Jannik Borgmann hatte seinen ersten großen Auftritt, als er den Rückzieher von Sem de Wit vor der Linie so gerade noch mit dem Kopf klärte (6.). Auch ein Fernschuss von Tobias Peitz kurz darauf war nicht ungefährlich (7.). Außerdem  stellte der Außenseiter den Preußen-Aufbau dauerhaft zu.

Hoffmeier vertändelt den Ball

Dann aber ging es auch auf der anderen Seite ab. Mittendrin: A-Junior Deniz Bindemann, der erstmals von Anfang an dabei war. Er kam nach einem leichten Kontakt mit de Wit zu Fall (9.). Nicht nur Hildmann forderte laut Elfmeter („Glasklar, ich war außer mir“) – nur er kassierte aber wieder Gelb. Bindemann legte den Hebel gleich um und bediente Joel Grodowski im Sechzehner klug, dessen Abschluss verfehlte den Kasten knapp (11.). Der Youngster hatte allerdings noch eine andere Aufgabe. Er nahm gegen den Ball SVS-Gestalter Jannis Kübler in Manndeckung.

Als der Regisseur in der 17. Minute zur Führung für die Niederrheiner traf, war indes nichts zu machen für den 18-Jährigen. SCP-Keeper Max Schulze Niehues hatte binnen weniger Momente Schüsse von Aaram Abdelkarim und Peitz abgewehrt. Dann erlaubte sich aber Marcel Hoffmeier direkt im Anschluss einen leichtsinnigen Lapsus vor dem eigenen Tor. Kübler störte das Dribbling, gewann den Ball – und visierte erfolgreich das lange Ecke an.

Borgmann verlängert, Langlitz trifft

Zur Antwort schlug dann die Stunde des jungen Hoffnungsträgers. Bindemann erkannte, dass de Wit der Ball etwas weit vom Fuß sprang, ging dazwischen, traf den Verteidiger leicht am Knie und zog schließlich furchtlos in den Sechzehner und aus zehn Metern ab! Der Ausgleich (26.), Straelen reklamierte vergebens. Der Ärger war verständlich, auch wenn de Wit nicht hätte zu Boden gehen müssen. Bindemann hatte so oder so seinen Traumeinstand. Der Coach und Sportchef Peter Niemeyer wollten ihn aber nicht vor den Mikros sehen. „Das ist noch zu früh, er soll weiter arbeiten“, sagte Hildmann, der am Auftritt des Talents aber rein gar nichts auszusetzen hatte.

Bis zur Pause hatte Münster das Geschehen in dieser heißen Partie an sich gerissen. Grodowski (35.) und Langlitz (36.) besaßen schon gefährliche Versuche. Nach einer Daube-Ecke legte der lange Borgmann dann perfekt mit dem Kopf für Langlitz auf, der wenig Mühe mit dem 2:1 aus kurzer Distanz hatte (37.). Gerade, als das Ergebnis gedreht war, erreichte die Preußen eine Hiobsbotschaft. Der seit Wochen in Bestform operierende Daube musste nach einem Check von Malek Fakhro (41.) mit einer Halswirbelverletzung raus. Auf direktem Weg ging es ins Krankenhaus. Eine Vorsichtsmaßnahme. Doch auch mit Okan Erdogan hatten die Gastgeber alles im Griff. Nach der Pause kam vom Underdog weniger. Ein starker Antritt von Unglücksrabe Hoffmeier leitete dann die Entscheidung ein. Sein Anspiel beim Konter nahm Langlitz kurz auf und vollendete aus 20 Metern kompromisslos wie sehenswert (60.). Der Gast hatte noch eine Chance von Cagatay Kader (78.). Bangen musste der SCP aber nicht mehr. Erdogan (78.) und Grodowski (90.) hätten noch erhöhen können – egal.

Die exklusive Osterpause wird dem Team nach kraftraubenden Tagen zweifellos schmecken. „Es trifft sich gut, dass gleichzeitig die Feiertage kommen. Vor dem Dortmund-Spiel kann das nicht schaden“, sagte Abwehrchef Simon Scherder. „Dass wir Selbstvertrauen und Serie vorher weiter ausgebaut haben, ist auch nicht schlecht.“


SCP: Schulze Niehues – Hoffmeier, Scherder, Borgmann – Schauerte, Remberg (84. Klann), Daube (45.+1 Erdogan), Frenkert – Langlitz (64. Schwadorf), Bindemann (76. Holtby), Grodowski

SVS: Udegbe – Päffgen, de Wit, van Benthem, Delorge (70. Dalyanoglu) – Peitz (72. Weggen), Kübler – Mizuta (58. Bouchama), Möllering (66. Kader), Abdelkarim – Fakhro

Schiedsrichter: Lars Bramkamp (Hattingen) –

Tore: 0:1 Kübler (17.), 1:1 Bindemann (26.), 2:1 Langlitz (37.), 3:1 Langlitz (60.) – Gelb: Hildmann (Trainer), Langlitz Hoffmeier, Borgmann / de Wit

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