Fußball: Regionalliga West
Preußen feiern Bindemann und geben Daube-Entwarnung

Münster -

Kleine Rückschläge wie die Unentschieden gegen Lotte, Wiedenbrück oder Bonn können den Preußen wenig anhaben. Die Antwort war stets ein Sieg. So auch am Mittwoch gegen den SV Straelen. Beim 3:1 ging erstmals der Stern von Deniz Bindemann auf.

Donnerstag, 01.04.2021, 12:50 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 16:32 Uhr
Gratulation von Stürmerkollege Joel Grodowski: Deniz Bindemann (r.) traf gegen Straelen erstmals.
Gratulation von Stürmerkollege Joel Grodowski: Deniz Bindemann (r.) traf gegen Straelen erstmals. Foto: Jürgen Peperhowe

Die leichte Entwarnung kam noch kurz vor Mitternacht. Dennis Daube hat sich beim 3:1 (2:1) des SC Preußen im Nachholspiel gegen den SV Straelen keine strukturellen Schäden am Halswirbel zugezogen, sondern nur eine Zerrung. „Er wollte ja sogar weiterspielen“, erzählte Trainer Sascha Hildmann nachher. Dennoch ging es zur Sicherheit ins Clemens-Hospital. Ein Mitwirken gegen Borussia Dortmund II im Spitzenspiel am Mittwoch nach Ostern (vorverlegt auf 18.30 Uhr) ist nicht mehr ausgeschlossen.

Langlitz bleibt gelassen

Bei Alexander Langlitz, der zweimal gegen den Neuling traf, ist da nichts mehr zu machen. Fünfte Verwarnung. „Eine saudumme“, wie sein Coach befand. „Die Kartenverteilung war etwas merkwürdig. Viele Wochen ist es gut gegangen, jetzt hat es mich erwischt. Das gehört dazu“, sagte der 30-Jährige. Wer will dem Torjäger böse sein? Vielleicht schafft es ja Platzhirsch Gerrit Wegkamp rechtzeitig fit zu werden.

Und sonst wäre da noch der neue Stern am SCP-Stürmerhimmel. Deniz Bindemann spielte erstmals von Beginn an und traf direkt. „Man sieht, dass er Angreifer ist“, sagte Hildmann. „Wir haben ihn im Training drei Monate aufgebaut. Als er kam, war er noch 17. Anfangs hatte Deniz Rückstand, jetzt hat er sich reingebissen.“

24. Spieltag, Saison 2020/21: SC Preußen Münster - SV Straelen

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  • Tor durch Bindemann gegen Torwart Robin Udegbe

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Remberg gegen Jelle van Benthem

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Remberg gegen Kaito Mizuta

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Daube verletzt sich. Er wird später ins Krankenhaus mit Verdacht auf Halswirbelverletzung gebracht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Daube (hier mit Arzt Tim Hartwig)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Langlitz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Borgmann

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  • Hildmann

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  • Torjubel Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Bindemann

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  • Torjubel Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hoffmeier gegen Ole Päffgen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Trainer Hildmann

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  • Ole Päffgen mit Fallrückzieher gegen Scherder

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  • Kopfball Borgmann gegen Sem Emilio de Wit

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Langlitz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Langlitz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bindemann gegen Sam Emilio de Wit

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Langlitz gegen Jelle van Benthem

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hoffmeier gegen Jannis Kübler

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mauer mit Hoffmeier, Schwadorf, Holtby, Erdogan, Borgmann, Frenkert und Remberg

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grodowski gegen Jelle van Benthem

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  • Langlitz gegen Kino Delorge

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  • Niemeyer mit Erdogan

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niemeyer mit Bindemann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niemeyer

    Foto: Jürgen Peperhowe

Hinterher sollte er zwar nicht reden. Dafür ließ das Eigengewächs vorher ein Tor sprechen. Wobei das umstritten war. „Ich glaube, es war ein klares Foul. Andererseits hätten wir vorher einen Elfmeter bekommen müssen“, sagte Simon Scherder. In beiden Fällen hieß das Duell Bindemann gegen Sem de Wit. „Er hat gezeigt, dass er bei uns mitkicken kann“, sagte der Dauerbrenner über das Talent. Fortsetzung folgt.

Vorerst Rückrundenbester

Mit dem Sieg über Straelen haben sich die Preußen vorübergehend Platz eins der Rückrundentabelle gesichert. Allerdings könnten sie ihn bald wieder verlieren, denn Spitzenreiter Borussia Dortmund II hat eine Partie weniger absolviert und ein besseres Torverhältnis. Münster hat mit den erledigten Nachholspielen nun seinen Rückstand abgearbeitet. Auffällig ist, dass der ungeschlagene SCP im zweiten Saisonteil bereits 15 Punkte mehr gesammelt hat als der Tabellenzweite RW Essen, nämlich insgesamt 27. Der Erzrivale hat zwar noch zwei Begegnungen in der Hinterhand, kriselte zuletzt aber ein wenig und ist nur noch einen Zähler entfernt. In den inzwischen 13 Spielen ohne Niederlage, von denen zwei noch in die Hinserie fielen, kassierten die Adler lediglich acht Treffer.

...

In einer Mannschaft, die ihren Flow spätestens im Winter gefunden hat, ist der Einstieg vermutlich auch einfacher. „Es macht schon Freude“, sagt Hildmann, auch wenn er festgestellt hat, „dass die anderen Mannschaften gegen uns immer härter reingehen“. Straelen stellte den SCP vor Probleme, doch die Hausherren lösten sie. „Mentalität ist ganz wichtig“, befand Langlitz. Seine beiden Treffer umschrieb er mit „Intuition, einem gewissen Näschen und Selbstvertrauen“. Scherder sah sein Team auch in einem etwas passiveren Modus nach der Pause stabil. „Die Gegner hatten zwar mehr den Ball, können damit aber auch nichts anfangen.“ Wenn es so leicht ist ...

Hildmann gewährt seinen Profis nun den Samstag und Sonntag komplett frei. „Es wird helfen, mal durchpusten zu können“, sagt er. Die Frische fehlt eher im Kopf als in den Beinen. „Mit der Müdigkeit geht es eigentlich noch“, meinte Scherder. Der Verteidiger, der an diesem Karfreitag 28 wird, muss es wissen. Er hat abgesehen von einer Gelbsperre noch keine Sekunde verpasst in dieser Saison.

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