Fußball: Regionalliga West
Kontrastprogramm für die Preußen Münster in Ahlen

Münster -

Nach 14 Partien ohne Niederlage reist der SC Preußen als deutlicher Favorit zum Schlusslicht RW Ahlen. Ein Zuckerschlecken erwartet den Tabellendritten dort allerdings kaum. Der Gegner gilt als sehr wehrhaft, der Platz dürfte kaum besser als an der Hammer Straße sein.

Freitag, 09.04.2021, 16:56 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 17:39 Uhr
Simon Scherder (l.) und die Preußen treten nach 14 ungeschlagenen Partien beim Letzten in Ahlen an.
Simon Scherder (l.) und die Preußen treten nach 14 ungeschlagenen Partien beim Letzten in Ahlen an. Foto: Jürgen Peperhowe

In schöner Regelmäßigkeit verbuchten die Preußen zuletzt nach einem Sieg ein Remis und dann wieder einen Sieg. Demnach wären drei Tage nach dem 1:1 gegen Tabellenführer Borussia Dortmund II bei Schlusslicht RW Ahlen am Samstag (14 Uhr) drei Punkte fällig. Zumindest fiel nach den drei vorherigen Unentschieden die Antwort jeweils eindeutig aus.

 Der knappe wie späte 1:0-Erfolg im Hinspiel ist aber natürlich noch präsent. „Der Gegner wird kratzen, beißen, spucken“, sagt Trainer Sascha Hildmann sinnbildlich. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Ahlener uns wehtun wollen und wir uns dann wehren müssen. Es wird viel über hohe und zweite Bälle gehen, über Zweikämpfe. Der Platz scheint schlecht zu sein. Wir müssen also pragmatisch bleiben und ohne Schnörkel spielen.“ Natürlich hat der 49-Jährige auch die vier Punkte parat, die der Tabellenletzte gegen RW Essen und den BVB zu Hause geholt hat. „Genau wie wir.“ Nach der ansehnlichen Punkteteilung gegen den Spitzenreiter wartet das andere Ende des Rankings. „Klar, der Kontrast ist natürlich da. Aber das ist eben die Liga“, sagt Hildmann. „Selbstläufer gibt es eh nicht.“

Ein Punkt hinter Platz 20

Eigentlich stünden die Chancen für RW Ahlen schlecht. Bei neun noch ausstehenden Spielen ist der Rückstand aufs rettende Ufer für das Schlusslicht mit sieben Zählern schon recht groß. Doch weil aus den Oberligen vermutlich keine Aufsteiger zu erwarten sind, reicht Platz 20 vielleicht für den Klassenerhalt. Und auf den Vorletzten Bonner SC ist es nur ein Punkt. Der Ex-Zweitligist ist immerhin drei Partien ungeschlagen, holte zu Hause drei der bislang vier Siege und verlor erst vier Rückrundenspiele. Mit Bennet Eickhoff, Arda Nebi, Luca Steinfeldt, Yasin Altun, Timon Schmitz und Romario Wiesweg stehen weiter sechs Ex-Preußen im Kader.

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Das gilt ziemlich genau so auch für die Aufstellung. Gerade nach drei Wochenspielen vermag die schöpferische Pause fast jeden zu treffen, wie der Coach betont. „Alle können auch mal auf der Bank sitzen. Wir sollten jetzt wirklich mal rotieren.“ Hintergrund ist eine Analyse, nach der mehrere Spieler am Wochenende nach einer Mittwochspartie einen kleinen Leistungsabfall offenbarten. „Zwei, drei frische Kräfte können nicht schaden“, sagt Hildmann.

Langlitz-Sperre abgelaufen

Alexander Langlitz hat seine Sperre abgesessen und ist natürlich erster Anwärter, um wieder in die Startelf zu gelangen, auch wenn das kein Automatismus ist. Jules Schwadorf wünscht sich sicher auch mal wieder einen Einsatz von Beginn, ebenso Niklas Heidemann. Für ­Joshua Holtby sind die Bodenverhältnisse und ein kantiger Widersacher laut Trainer hingegen nicht ideal. Fest verankert ist inzwischen Jannik Borgmann. „Ich freue mich tierisch, dass er es nach so langer Zeit und ohne Praxis in der U 23 gepackt hat“, so Hildmann.SCP:Schulze Niehues – Hoffmeier, Scherder, Borgmann – Frenkert, Daube, Erdogan, Heidemann – Langlitz, Wegkamp, Schwadorf

Liveticker aus Ahlen ab 13.30 Uhr:

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